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Sa, 09:58 Uhr
15.11.2025
Meine Meinung

Aggressive Expansion oder Furcht und Unsicherheit?

Wir als Demokraten sollten doch in der Lage sein, über den Tellerrand hinaus zu schauen und gelegentlich den Blickwinkel zu wechseln. Geschichte ist nicht immer nur schwarz oder weiß. Dazwischen existieren bekanntlich viele Grautöne, meint nnz-Kolumnist Achit Tölle...


Nach dem Zerfall der Sowjetunion brach unter Jelzin, der vom Westen stets als Garant der Demokratisierung gefeiert wurde, der russische Staat zusammen. Die große Mehrzahl der Bevölkerung kämpfte ums Überleben, während sich einige Wenige bereicherten. Das Bruttoinlandsprodukt halbierte sich. In Folge einer galoppierenden Inflation kam es 1998 zum Staatsbankrott.

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Da ehemalige Bündnispartner des Warschauer Vertrags eine Mitgliedschaft in der NATO anstrebten, wurde im Mai 1997 eine völkerrechtliche Absichtserklärung, die sogenannte NATO-Russland-Grundakte unterzeichnet. Diese sollte das Misstrauen und die gegenseitige Bedrohung beseitigen und ein Ausgleich sicherheitspolitischer Interessen zwischen beiden Seiten schaffen. Allerdings war die Erklärung nicht das Papier wert, auf die sie geschrieben wurde. Als erste verstieß die NATO z.B. im Kosovo und Irak, danach auch Russland in Georgien sowie der Ukraine gegen diese Erklärung.

1998 warnte George Kennan, dessen Name eng mit dem Marshallplan und der Eindämmungspolitik gegen die UdSSR verbunden ist, vor einem neuen Kalten Krieg, falls es zu einer NATO-Osterweiterung kommen würde. 1999 traten dann als erste Polen, Tschechien, Ungarn und 2004 weitere ehemalige Staaten des Warschauer Vertrages wie z. B. Bulgarien, Rumänien und das Baltikum der NATO bei. Der Protest Russlands blieb ungehört und erfolglos.

Ende 1999 wurde Wladimir Putin Nachfolger Jelzins. Im Gegensatz zu ihm trat Putin nicht als Bittsteller, sondern als Präsident auf Augenhöhe auf. Im Rahmen eines Staatsbesuchs 2001 in Deutschland brachte er eine Freihandelszone mit der EU und einen NATO-Beitritt Russlands ins Gespräch. Für die am 25. September im Deutschen Bundestag gehaltene Rede erhielt er von unseren Parlamentariern stehende Ovationen.

In den Folgejahren kühlten die Beziehungen zu den NATO-Staaten ab. Allerdings gab es seitens Russlands immer noch die Bereitschaft, die NATO in deren Afghanistankrieg zu unterstützen. So durfte russisches Gebiet für den Transit genutzt werden. Außerdem gestattete Russland der NATO auf russischem Boden ein Logistikzentrum zu errichten.

Am 13.11.2005 erschien im „Spiegel“ eine Story „Die Revolutions-GmbH“. Diese nahm die Verbindung der Unterstützer und Geldgeber der Aufstände in Jugoslawien 2000, in Georgien 2003 und der Ukraine 2004 unter die Lupe. Aufgrund der geostrategischen Lage dieser Länder, hatten sie für Washington große Bedeutung und wurden daher über NGO‘s aus dem Staatshaushalt der USA finanziert, um den Einfluss in diesen Ländern zu erhöhen und US gewogene Regierungen zu installieren.

Seit dem NATO-Gipfel im April 2008 in Bukarest, auf dem Putin als Gast bereits auf die unmittelbare Berührung russischer Interessen im Falle des Beitritts der Ukraine und Georgiens hinwies, wurde auf jedem folgenden Gipfel über die zukünftigen Mitgliedschaften dieser beiden Länder verhandelt. Die Aussicht des Beitritts und die Tatsache, dass damit weiterer Militärbasen in unmittelbarer Nähe zu Russland entstanden wären und diese für Russland eine Bedrohung darstellen könnte, interessierte natürlich niemanden in der NATO.

Oft wird der russische Einmarsch in Georgien als Test Russlands gesehen, ob der Westen intervenieren könnte. Da dies nicht geschah, soll es Putin möglicherweise zur Eroberung der Krim ermutigt haben. Tatsächlich hatte der Einmarsch aber ganz andere Ursachen. Südossetien und Abchasien waren schon vor und während Sowjetzeiten Minderheiten in autonome Regionen innerhalb der Georgischen SSR bzw. im heutigen Georgien. Die Interessen dieser Minderheiten wurden von Nationalisten missachtet und ethnische Säuberungen waren angedacht. Auf Initiative des damaligen deutschen Außenminister Steinmeier wurde eine Kommission eingesetzt, die zum Schluss kam, dass Georgien damals mit den Kampfhandlungen begonnen hatte.

Es gibt kein „Gut“ und kein „Böse“. Nicht nur Wladimir Putin verfolgt in der Ukraine seine Machtpolitik. Auch der Westen will seine geostrategischen Ziele durchsetzen.

2014 hatte Moskau dazu beigetragen, dass aufgrund der Lieferung schwerer Waffen sowie der völkerrechtswidrigen Entsendung von Truppen, sich die Proteste in der Ostukraine radikalisierten. Obwohl ein Referendum und ein Beschluss des Regionalparlaments es nahe legten, ist die Abspaltung der Krim, möglicherweise auch durch die Präsens russischer Truppen, völkerrechtswidrig gewesen.

Die orangene Revolution wurde durch Wahlfälschungen bei den Präsidentschaftswahlen hervorgerufen. Beide Seiten bezichtigten sich gegenseitig des Betrugs. Der Wahlsieger der Wiederholung war Wiktor Juschtschenko. Später stellte sich heraus, dass dieser erhebliche Unterstützung aus Washington erhalten hatte. Seine Frau hatte unter Reagan im US-Außenministerium gearbeitet, aus dem dann 65 Millionen Dollar in den Wahlkampf geflossen waren. Das war sicher keine uneigennützige Hilfe ohne geopolitische Hintergedanken.

Innenpolitisch änderte sich auch mit dem neuen Präsidenten nicht viel. Die Korruption blieb hoch und die Wirtschaft im Keller. Der Staatsbankrott zeichnete sich ab. Aber ein NATO-Beitritt konnte trotz nur 25 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung wahrscheinlicher werden.

Seit mehr als zehn Jahren heißt es permanent, Putin marschiert ins Baltikum oder nach Polen ein. Laut Statista lagen die Militärausgaben 2024 in der NATO bei etwa 1.500 Milliarden US Dollar und die Russlands bei etwa 149 Milliarden. Das heißt, Russlands Militärausgaben betrugen etwa 10 Prozent der Ausgaben der NATO. Allein die USA gaben rund 997 Milliarden US Dollar für ihr Militär aus. Deutschlands 88,5 Milliarden Dollar und Großbritanniens 81,8 Milliarden Dollar waren in Summe im letzten Jahr größer, als Russlands Rüstungsausgaben. Frankreich folgten mit etwa 64,7, sowie Italien und Polen mit je 38 Milliarden US Dollar.

Laut einer Studie von Robert Jervis, einem amerikanischen Politikwissenschaftler, gibt es für Staaten zwei Gründe, sich so zu verhalten, dass sie für andere Staaten bedrohlich erscheinen. Zum einen kann die Regierung aggressiv und expansionssüchtig sein. In diesem Falle sollte mit Warnungen und Drohungen reagiert werden. Zum anderen agieren Staaten aus Furcht und Unsicherheit. Hier sollte Appeasement-Politik betrieben werden, um nicht eine Eskalationsspirale in Gang zu setzen.

Aktuell wird bei Putin von aggressiven Verhalten durch Expansion ausgegangen. Aber warum ziehen wir nicht in Erwägung, dass seiner Politik Furcht und Unsicherheit aufgrund der stetigen NATO-Osterweiterung zugrunde liegen?
Achit Tölle
Autor: psg

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Kommentare
warumauchimmer
15.11.2025, 16:40 Uhr
Furcht?
"Aktuell wird bei Putin von aggressiven Verhalten durch Expansion ausgegangen. Aber warum ziehen wir nicht in Erwägung, dass seiner Politik Furcht und Unsicherheit aufgrund der stetigen NATO-Osterweiterung zugrunde liegen?"

Weil man aus Furcht und Unsicherheit nicht einfach ein Nachbarland überfällt, dort kläglich scheitert um im Anschluss den Großteil der Truppen und Flugabwehr von seiner Grenze mit der NATO abzuziehen und diese zu exponieren.
Auch würde man nicht über Jahre hinweg unnötige Provokationen durchführen, wie in Deutschland Leute durch den Geheimdienst ermorden zu lassen oder versuchen britische Flugzeuge in internationalen Luftraum über dem Schwarzen Meer(September 2022) abzuschießen.

Warum nehmen wir als Gedankenspiel nicht einfach mal an das Putin nicht nur 2008, 2014 und 2022, sondern schon uns schon in seiner Rede von 2001 nach Strich und Faden gelogen hat. Das ergäbe ein konsistentes Bild für einen KGB-Agenten.

Ebenso altern Achit Tölles Einschätzungen überlicherweise unglaublich schlecht, nehmen wir beispielsweise den Artikel 'Amerika First' vom 09.11.2024.
rasska86
15.11.2025, 19:55 Uhr
Warum auch immer
..nur einseitige, oberflächliche Schuldzuweisungen ? Ahnungslosigkeit oder böswillig ? Fast alles, was Herr Tölle darlegt, kann man nachrecherchieren . Das müsste eigentlich auch in einer ausgewogenen und aufklärenden Berichterstattung in den öffentlichen Medien angezeigt sein, die sich dem Grundsatz verpflichtet haben....
warumauchimmer
15.11.2025, 22:07 Uhr
Nachrecherchieren?
Ich halte die gezogenen Schlüsse für falsch. Ich wüsste nicht was man da nachrecherchieren könnte...

Was Putin antreibt konnte man beispielsweise im Essay von 2021 "Zur historischen Einheit von Russen und Ukrainern" oder in seinem Aufsatz zum Hitler-Stalin-Pakt nachlesen.
Keine Ahnung was Sie bei jemanden appeasen möchten, der den Zerfall der Sowjetunion am liebsten rückabwickeln will.

Wer meint Expansionsdrang kriegt man mit Appeasement eingedämmt, hat die deutsche Außenpolitik in diesem Jahrtausend wohl verpasst. Die war zutiefst um die Einbindung Russland und Ausgleich bemüht.
Nicht umsonst hat man 2008 ein Veto für den Beitritt von Georgien und der Ukraine eingelegt und sich auf dem Energiesektor unnötig abhängig gemacht.
Schon 2016 wollte Steinmeier alle Sanktionen wegen der Krim aufheben. Schwamm drüber...
Wenn die NATO eine militärische Eskalation suchen würde, hätte Sie in den letzten 4 Jahre genügend Anlässe gefunden. Aber der Weltuntergang wurde irgendwie immer wieder abgesagt, weil man tunlichst darauf achtete keinen heißen Krieg ausbrechen zu lassen.

Im Gegenzug konnte sich die Ukraine nicht aussuchen ob Sie überfallen wird, außer man hält es für eine erstrebenswerte Option russischer Satrap, ein zweites Weißrussland zu werden...
Womit wir wieder bei dem Grund für die NATO-Beitritte der ehemaligen Ostblock-Staaten...
diskobolos
15.11.2025, 22:33 Uhr
Wenn ich das richtig verstehe,
geben die USA für ihr Militär ungefähr so viel aus wie alle anderen Staaten zusammen. Es verbietet sich wohl von selbst, hierbei von "Verteidigungs"-Ausgaben zu sprechen. Denn wer sollte sie angreifen, Grönland vielleicht? Doch wohl eher umgekehrt. Und würde gegebenenfalls D seinem NATO-Partner Dänemark zu Seite springen?
Elfie 20
16.11.2025, 01:36 Uhr
Wahrheit
Endlich mal ein Artikel,der die ganze Wahrheit der letzten Jahrzehnte beschreibt. War es nicht so ,dass der damalige President Georgiens den Angriff auf die abtrünnigen Gebiete in Georgien befahl? Und Russland denen zu Hilfe kam, auch die damalige EU verurteilte den Angriff Georgiens. Heute wird das natürlich anders gesehen. Heute hat natürlich Russland damals als erster den Konflikt begonnen.
hannes07
16.11.2025, 07:13 Uhr
keinerlei Rechtfertigung
Der Text präsentiert sich als ausgewogene Analyse, ist aber im Kern eine gefährliche Verkürzung. Er übernimmt nahezu vollständig die russische Erzählung, Russland sei ein verängstigter Riese, der von der NATO in die Ecke gedrängt wurde. Dabei wird ausgeblendet, dass die Staaten Osteuropas der NATO nicht aus Abenteuerlust beitraten, sondern aus Sorge vor genau jener Macht, die sie Jahrzehnte lang unterdrückt hatte. Sicherheit ist kein Monopol Russlands.

Die Gleichsetzung westlicher Fehler mit systematischer russischer Aggression relativiert entscheidende Fakten: Russland hat die Krim annektiert, Kriege entfacht und Grenzen gewaltsam verschoben – nicht aufgrund „Furcht“, sondern aufgrund eines offen ausgesprochenen imperialen Anspruchs. Putins Reden über die angeblich „künstliche“ Ukraine sprechen eine eindeutigere Sprache als jede Theorie über Unsicherheit.

Auch die Behauptung, der Westen habe Putin ignoriert oder provoziert, greift zu kurz. Zwischen 2001 und 2014 gab es umfangreiche Kooperationen: Energie, Handel, NATO-Russland-Rat, gemeinsame Programme. Russland war nicht isoliert – vielmehr wählte die Führung in Moskau Schritt für Schritt einen Kurs, der demokratische Entwicklungen im eigenen Land zurückdrängte, Nachbarstaaten unter Druck setzte und das Völkerrecht systematisch verletzte.

Der Autor tut so, als sei Moskau getrieben worden. Tatsächlich hat der Kreml bewusst den Weg der Konfrontation gewählt – innenpolitisch autoritär, außenpolitisch expansionistisch.

Die geopolitische Lage mag komplex sein. Der Bruch des Völkerrechts ist es nicht.

Es gibt keinerleich Rechtfertigung für den Einmarsch der Russen in die Ukraine und den kalkulierten Mord an hunderttausenden, unschuldiger Menschen.

Es ist ekelhaft, wenn historische Fakten verzerrt und Aggressionskriege weichgespült werden.
Kobold2
16.11.2025, 09:00 Uhr
Ja, recherchieren
hilft, für die Wahrheit der letzten Jahrzehnte, wenn man sich an die Details nicht mehr so recht erinnern kann, oder will.
2004 gratulierte Putin den Balten zum NATO Beitritt und sah darin kein Problem für die Sicherheit der Russische Föderation. Zu dem Zeitpunkt Waren Polen Tschechien und Ungarn schon 5 Jahre Mitglied. Im gleichen Jahr traten auch Slowenien, Bulgarien, Rumänien und die Slowakei bei. 2005 erklärte Lawrow auf die Beitrittsbestrebungen Georgiens und der Ukraine, das das deren Sache sei und man achtedas Recht jeden Staates sich seine Bündnisse und Partner selbst auszuwählen. Das wurde auch 1997 in der Russland NATO Grundakte so von Russische|ewer Seite unterschrieben.
Wodurch jetzt danach, durch die weiteren Beitritt von Kroatien, Albanien (2009), Montenegro (2017), oder Nordmazedonien (2020) die Sicherheit Russland als gefährdet gesehen wird, ist hier eine Erklärung wert.
Wyatt Earp
16.11.2025, 09:44 Uhr
Einfach mal im Völkerrecht nachlesen, Lesen bildet...
Der Herr sollte sich mal mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker beschäftigen, bevor er die Welt nur aus Putins Brille betrachtet und sich um dessen Furcht und Unsicherheit Sorgen macht. Weder die deutsche Politik noch ein anderer NATO Staat kann und darf verhindern, welchen Bündnissen sich andere Völker anschließen möchten. Das niemand in Europa, außer Diktator Lukaschenko, ein Bündnis mit Putin anstrebt wird schon seine Gründe haben. Die Zeit der Kolonialreiche geht dem Ende entgegen Herr Tölle. Und das ist auch gut so.
murmeltier
16.11.2025, 10:15 Uhr
Es ist ganz einfach...
Warum muss diese links-grüne, staats- und regierungshörige Mannschaft unter den Kommentatoren, die alles nachplappert, was ihnen entsprechende Medien sowie Regierungssprecher vorplappern, gebetsmühlenartig wiedergeben und andere - die also eine andere Meinung haben - niedermachen und als dumm darstellen. Noch dazu aus der Anonymität heraus. Ist das Arroganz, Niedertracht, ist das Ausdruck "unserer Demokratie" oder Feigheit? Das ist so richtig DDR 4.0 aus Sicht der Macht, also der SED, deren Ganglien ja bekannterweise immer noch in die Linke reichen. Sie Saat ist eben fruchtbar noch...

Ja, und das hat Herr Tölle ja auch mehrfach geschrieben, der Krieg gegen die Ukraine ist ein Angriffskrieg und ist völkerrechtlich durch nichts zu rechtfertigen. Aber: jeder Krieg ist immer die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln. Die EU, die Bundesregierung und die Alles-Besser-Wisser-Fraktion unter den Kommentatoren sollte endlich mal "vom Ende her denken".

Das Ende in diesem Konflikt kann ich ihnen hier mitteilen: Der Donbass mit seiner mehrheitlich russisch-sprachigen Bevölkerung geht an Russland, der Korruptionsweltmeister Ukraine wird sich in der EU einnisten und sie aussaugen. Und Putin sowie Trump und China regeln den Rest. Da könnt ihr strampeln und nachplappern soviel ihr wollt - ihr ändert nichts für die Ukraine. Nur für Deutschland wird es schlimmer, die muss vornweg die Ukraine pampern. Aber was ist das schon für ein Land, dessen Steuerzahler - ich hoffe dazu gehören auch die links-grünen Erklärmannschaften - jährlich über 40 Milliarden Euro für die Folgen illegaler Einreisen bereitstellen. Einen schönen Sonntag noch.
GN24
16.11.2025, 10:50 Uhr
es ist ekelhaft wenn...
...Fakten einfach ignoriert werden. @hannes07, sie haben nicht einen Fakt des Kommentars als falsch belegen können. Von Ihnen kam wie von einigen anderen auch, dass übliche bla-bla-bla. Der böse Putin. Das ist ek....!
Wyatt Earp
16.11.2025, 12:50 Uhr
Nun haltet mal den Ball flach liebe Putin-Russland Freunde
Der Artikel, hat zwar mit Kreide angefangen, aber der letzte Absatz ist eben bezeichnend und war die Botschaft.

Schuld ist angeblich der Westen, wer auch immer das ist oder sein soll. Die deutsche Regierung, die angeblich links grün sein soll, obwohl schwarz rot regiert, ist er Feind. Na ja, da haben einige wohl bei den letzten Wahlergebnissen nicht so ganz aufgepasst. Aber egal.

Jedes Tierchen hat sein Plaisierchen, und natürlich darf ein M-Tierchen mich anonym als links grün verpeilten Regierungsliebhaber bezeichnen. Ich habe da kein Problem mit. Vermutlich wären auch Alfred Dregger und Manfred Kanther für's Tierchen links-grüne Linke Handlanger. Darüber muss ich mir keine Gedanken machen, mein Kompass funktioniert jedenfalls. Zumindest glaube ich das. ;-)

Erschrecken tut mich, wie hörig hier konkret der Eine oder Andere dieser russischen Propaganda aufsitzt. Wir haben nationale Interessen und die sehen nicht so aus, das es wieder einen Pakt gibt, der Menschen und Länder verschiebt oder gar auslöscht. Soviel sollte man aus der Vergangenheit gelernt haben.
warumauchimmer
16.11.2025, 14:24 Uhr
Vom Ende her?
Ich bin mir zwar nicht sicher ob man mit Leuten mit einem Links-Grün-Derangement-Syndrom diskutieren kann, aber ich versuche es mal trotzdem...
Vom "Ende" her gedacht bedeutet konkret: Putin wird sich nicht mit dem Donbas begnügen. Vor 2022 lautete es ebenfalls ziemlich gebetsmühlenartig Putin wollte mit Annektion der Krim ja nur begangenes Unrecht wiedergutmachen und will keinen Krieg.
Heute sagen seine "Verhandler" es ginge mal um die 4 Oblasten, mal zusätzlich um Odessa und jedesmal das die Ukraine natürlich kaum Militär haben darf, Bräuchte Sie ja auch nicht, weil Russland für die Sicherheit "garantieren" würde. Ja, Putin wird 4-5 Jahre später garantiert nicht versuchen eine wehrlose Ukraine erneut zu erobern. Indianerehrenwort!

Im März 2022 leakte Putins Vasall Lukaschenko mit den Worten "А я сейчас вам покажу, откуда на Беларусь готовилось нападение" (Und nun zeige ich Ihnen, von wo aus der Angriff auf Belarus vorbereitet wurde.) übrigens unbeabsichtigt eine Karte mit den ursprünglichen Invasionsplänen.
Dummerweise zeigte die Karte ebenfalls Operationspläne für Moldawien.
Aber da muss sich Herr Lukaschenko sicherlich geirrt haben, denn Putin begnügt sich mit dem Donbass. Die Ukraine hat dafür Sicherheitsgarantien von Putin und vom murmeltier.
Wisst ihr was das Schönste ist. Sowas KANN man recherchieren, wenn man den wollte...

Natürlich wird wieder dieses mehrheitlich-russischsprachig vorgebracht, als wäre es ein Argument für irgendetwas. Muttersprachler eine bestimmten Sprache zu sein ist nicht gleichbedeutend diesem Land zuzugehören oder erobert werden zu wollen.
Unter der Prämisse müssten Österreich und Teile der Schweiz geradezu um den Anschluss an Deutschland betteln. Weite Teile der Welt müssten lechzech wieder zu Spanien, Frankreich oder Großbritannien zu gehören.
Die Berichterstattung darum ist recht überschaubar bzw. nicht existent. Warum nur? Ich habs! Das unterdrücken bestimmt die links-grünen Medien.
Ossiflüsterer
16.11.2025, 15:18 Uhr
Vom Ende her gedacht
wird in zehn Jahren die Russische Föderation in ihren jetzigen Grenzen nicht mehr existieren. Das übriggebliebene Rumpfrussland wird dabei von China und den USA wie eine Weihnachtsgans ausgenommen werden.


Героям слава!
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