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Sa, 15:40 Uhr
27.09.2025
Zugehört und zugesehen

Fantastische Aufführung einer „Fantastischen Oper“

Was für ein Meisterwerk ist da unserem Theater mit “Hoffmanns Erzählungen“ nach Jacques Offenbach wieder einmal gelungen! Das war ganz große Bühne. Und alle unsere Theaterschaffenden wissen, was sie da wieder auf die Bühne gezaubert haben...

Schlussbild der Premiere (Foto: nnz) Schlussbild der Premiere (Foto: nnz)
So herrlich zu hören beim Hinausgehen aus dem Theatersaal, wie alle hinter dem Vorhang nach dem nicht enden wollenden Applaus und Standing Ovations die Glücksgefühle nach dieser mehr als gelungenen Premiere feierten.

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E. T. A. Hoffmann – welchem Kunstliebhaber ist der Name dieses über alle Maßen kreativen Workaholiks nicht bekannt. Mit seinen oft unheimlichen Geschichten, in denen Realität und Fantasie verschwimmen, war er einer der berühmtesten Autoren der Romantik.  Seine Texte, die immer wieder zum Beispiel Träume, Wahnsinn, Automaten und Magisches miteinander verbinden, zeigen das Nebeneinander von Vernunft, Fantasie und Gefühl – darauf basiert eben auch Offenbachs Oper.

Ich bin keine Fachfrau, sondern einfach nur eine Theaterliebhaberin, die in Nordhausen nur in Ausnahmen etwas verpasst. Und gestern – das war ganz große Bühne. Unglaublich energiegeladene und abwechslungsreiche Musik, perfekt umgesetzt von unserem wunderbaren LOH-Orchester, starke Stimmen, die einem den Atem anhalten ließen, ein äußerst fantasievolles und wandlungsfähiges Bühnenbild, wenn auch das Programmheft dessen angebliche Einfachheit betont, und natürlich die schier unglaubliche Pracht der Kostüme, die beispielsweise die drei unterschiedlichen Frauentypen des Stücks besonders gut charakterisieren – und das alles in perfekter Symbiose.

Dieses Offenbachsche Werk unterhielt nicht nur, sondern es machte die Sehnsucht nach Liebe, die Macht der Fantasie, die Gefahren der Selbstzerstörung  und „die Zerbrechlichkeit des sensiblen Menschen“ (Benjamin Prins; Regisseur) deutlich und ließ dabei aber auch viel Raum für eigene Interpretationen. Das betrifft auch die Rolle des Alkohols, der heute scheinbar zu Geselligkeit dazugehört und „als Droge für Kreativität, als Droge des Genies“ (Benjamin Prins; Regisseur) gilt. Wie dramatisch das Unterschätzen für Körper und Seele ausgehen kann, wird hier direkt nachvollziehbar.

Dank des Publikums an die Künstler (Foto: nnz) Dank des Publikums an die Künstler (Foto: nnz)
Ich möchte die Vielschichtigkeit meines gestrigen Musiktheater-Erlebnisses hier nicht zerreden, sondern weiter in mir wirken lassen. Daher mein Tipp für die Leser: Sehen Sie unbedingt selbst… Dazu haben Sie an folgenden Tagen die Möglichkeit: 12. und 25. Oktober, am 14. und 30. November sowie am 5. Dezember 2025
Sabine Schröder
Szenen aus der Oper (Foto: Theater Nordhausen)
Szenen aus der Oper (Foto: Theater Nordhausen)
Szenen aus der Oper (Foto: Theater Nordhausen)
Szenen aus der Oper (Foto: Theater Nordhausen)
Szenen aus der Oper (Foto: Theater Nordhausen)
Szenen aus der Oper (Foto: Theater Nordhausen)
Szenen aus der Oper (Foto: Theater Nordhausen)
Autor: red

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