eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (lb_1)
Sa, 11:10 Uhr
13.06.2026
Handy am Steuer

Große Gefahr, aber alltägliches Phänomen

Handyverstöße am Steuer sind nach einer aktuellen Untersuchung des ADAC trotz der hohen Unfallgefahr weiterhin stark verbreitet. Während jährlich rund 400.000 Fälle registriert werden, muss davon ausgegangen werden, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist...

Bild: Handy
Handy (Foto: Jan Vašek auf Pixabay)
In einer aktuellen Verkehrsbeobachtung mit Fokus auf den fließenden Verkehr in fünf deutschen Großstädten wurden bei 2,7 Prozent der Kfz-Fahrer Handyverstöße festgestellt. Rechnet man dieses Ergebnis auf das gesamte Kfz-Verkehrsaufkommen in Deutschland im Jahr hoch, ergibt sich daraus eine enorme Zahl von rund einer Milliarde Verstöße – und damit ein hohes Risiko für die Verkehrssicherheit.
Anzeige symplr (mr_1)

Die Ergebnisse zeigen zudem, dass Radfahrer mit 1,4 Prozent seltener Handyverstöße begehen und dass unabhängig vom Verkehrsmittel bei einem Großteil der Verstöße das Handy in der Hand und nicht am Ohr gehalten wird. Wer tippt oder etwas auf dem Smartphone sucht, wendet den Blick und die Aufmerksamkeit von der Straße ab, mit potenziell gravierenden Folgen. Denn wer bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h nur 2 Sekunden auf sein Handy schaut, fährt 28 Meter im „Blindflug“ und riskiert so, einen Unfall zu verursachen.

Ergänzend belegt eine repräsentative Umfrage die hohe Verbreitung und das große Risikopotenzial. Mehr als jeder zweite Autofahrer gibt an, das Smartphone schon einmal während der Fahrt genutzt zu haben. 41 Prozent berichten zudem von gefährlichen Situationen im Straßenverkehr im Zusammenhang mit der Handynutzung anderer Verkehrsteilnehmer. Gleichzeitig besteht in der Bevölkerung eine breite Zustimmung für konsequentere Maßnahmen: Rund 70 Prozent sprechen sich für den Einsatz sogenannter Handy-Blitzer aus, die Verstöße automatisiert erfassen können.

Aus Sicht des ADAC ist deshalb kurzfristig eine deutliche Ausweitung der Kontrollen ein wichtiger Schritt. Mittelfristig fordert der Mobilitätsclub, die rechtlichen Voraussetzungen für den flächendeckenden Einsatz von Handy-Blitzern zu schaffen. Ziel muss sein, durch konsequente Maßnahmen die Ablenkung im Straßenverkehr zu reduzieren und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Der Test fand in fünf deutschen Großstädten (Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) statt. In einer Vor-Ort-Verkehrsbeobachtung durch Tester an viel befahrenen Straßen im Stadtgebiet wurden bei 9573 Kfz-Fahrern 262 Handyverstöße registriert und bei 9239 Radfahrern 125 Verstöße.
Autor: red

Anzeige symplr (lb_3)
Kommentare
nemoi
13.06.2026, 14:34 Uhr
interessant.......Handy am Steuer, ABER....
was ist mit den Multifunktionsdisplay in den neuen e-autos oder luxuslimosinen.

diesen optischen ablenkung und auch die bediedienung sind wohl nicht gefährlich???

das wird alles nur falsch dargestellt.

im auto ist es alles okay, weil die Autolobby es so möchte.

man sollte mal nachdenken
P.Burkhardt
13.06.2026, 17:32 Uhr
da kann ich helfen, Spock:
da gibt es den §23 der STVO.

- Handy in der Hand = verboten, wenn dafür der Blick von der Straße abwendet wird.

- Kurzer Blick aufs Display = erlaubt, solange es „nur eine Augenblicksabwendung“ ist.

- Sprachsteuerung = erlaubt.

Festeingebaute Navis gelten wie andere Fahrzeugbedienelemente – aber auch hier gilt: kein längeres Rumtippen. (sonst wäre ja auch der Knopf für die Sitzheizung ein Problem)

Was konkret verboten ist
-Adresse während der Fahrt eintippen
-Zoom, Menüwechsel, Einstellungen ändern
-Handy als Navi bedienen, wenn es in der Hand ist

Was erlaubt ist
-Navi-Anzeige ansehen
-Sprachbefehle nutzen
-Vor Fahrtbeginn alles einstellen
-Kurz tippen, wenn das Fahrzeug steht (z. B. an der Ampel)

und im Übrigen funktioniert das nicht nur in Luxuslimousinen - selbst ein neuerer Dacia kann das...

Und auch auf dem Fahrrad kann man die Technik nutzen... per Sprachbefehl lassen sich Handys in der Regel auch bedienen....entsprechende Halterungen gibt`s auch.

Regeln kennen und einhalten schützt vor Strafe und Unfall (und in diesem Fall auch vor falschen Schlussfolgerungen), dafür sind sie nämlich da – und moderne Navis können längst mehr als viele glauben.

Tatsächlich hätte mich gestern beinahe ein Lieferwagenfahrer in einer Kurve frontal erwischt, der ganz offensichtlich gerade mit seinem Handy beschäftigt war - Begegnungsunfall ist immer schwierig, aber dank Dashcam hätte ich sicher die besseren Karten gehabt. Zum Glück ist dank eines breiten, befahrbaren Randstreifens auf meiner Seite nix passiert...
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (lb_2)
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (bb_2)