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Do, 13:05 Uhr
14.05.2026
Sinus-Jugendstudie zum Klimawandel

Mehr Nutzung des ÖPNV und Verzicht aufs neuste Handy

Mehr als vier von zehn Jugendlichen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt rechnen mit negativen Auswirkungen auf ihre Gesundheit durch den Klimawandel. Die Angst vor der Erderwärmung hat im Vergleich zum Jahr 2021 jedoch abgenommen...

Das geht aus der repräsentativen Sinus-Jugendstudie im Auftrag der BARMER hervor, für die im Herbst 2025 bundesweit 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt wurden, darunter 223 aus den mitteldeutschen Bundesländern.

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Demnach gehen 43 Prozent von gesundheitlichen Risiken durch den Klimawandel aus. Doch nur 29 Prozent bewerten das Thema als „sehr wichtig“ und damit 17 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2021. Im selben Zeitraum ist „große Angst“ vor dem Klimawandel von 28 auf 23 Prozent gesunken. „Die Ängste sinken, die Sorgen aber nicht“, sagt Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der BARMER Thüringen, und verweist darauf, dass laut Studie fast jeder zweite Jugendliche in Mitteldeutschland meint, der Klimawandel werde sich negativ auf seine Gesundheit auswirken.

Häufiger Bus und Bahn zum Schutz des Klimas
„Es ist gut möglich, dass das Thema Klimawandel durch die akuten anderen weltweiten Krisen emotional ein Stück weit in den Hintergrund geraten ist“, so der BARMER-Landeschef weiter. Es könne Jugendlichen jedoch guttun, selbst aktiv zu werden. Wie aus der Sinus-Studie hervorgeht, seien die meisten Jugendlichen bereit, selbst konkrete Maßnahmen zum Schutz des Klimas zu ergreifen.

Demnach können sich 84 Prozent gut vorstellen, häufiger Bus und Bahn zu nutzen. Genauso viele würden „bestimmt“ oder „eher“ Verpackungen vermeiden, 77 Prozent regionale und Bioprodukte bevorzugen und 74 Prozent sich seltener ein neues Smartphone kaufen. Ganz auf Fleisch verzichten würden dagegen nur 31 Prozent, keine Milchprodukte mehr zu essen nur 27 Prozent.

Was ist die Sinus-Jugendstudie?
Die Sinus-Jugendstudie ist eine Befragung, die das Sinus-Institut im Auftrag der BARMER seit dem Jahr 2021 jeden Herbst unter bundesweit 2.000 Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren durchführt, darunter 223 aus den mitteldeutschen Bundesländern. Dabei werden verschiedene Themenbereiche angesprochen, wie zum Beispiel Zukunftsoptimismus, Cyber-Mobbing und Künstliche Intelligenz. Die Ergebnisse der Sinus-Studie werden im Laufe des Jahres themenweise veröffentlicht.

Mehr zur Sinus-Studie: www.barmer.de/jugend-und-klima
Autor: red

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Kommentare
Echter Sundhäuser
14.05.2026, 14:14 Uhr
Na ja...
Als Jugendlicher in der heutigen Zeit würde ich mir eher nen Kopp machen ob ich später nicht mal bis 80 malochen müsste und dann nur mit einer mickrigen Grundsicherung abgespeist werde und man währenddessen immer mehr Krankenkassenbeiträge abdrücken muss bei gleichzeitig sinkender Leistung...
Aber solche Gedankengänge sind vermutlich schlecht für die geistige Gesundheit.
ps: die Jugendlichen kommen im Arbeitsleben auch mal in der Realität an und werden schnell merken, das 'regional und Bio' einkaufen nicht unbedingt mit Mindestlohn zu meistern sind...
Da wird's dann wohl eher das Billigfleisch vom Discounter aus Massentierhaltung.
habauchwaszusagen
14.05.2026, 14:53 Uhr
ÖPNV
Dann müsste es auch ein besseres Angebot bzw. Überhaupt erstmal ein Angebot des ÖPNV geben. Von den Dörfern kommt man damit nicht zur Arbeit. Zumindest nicht pünktlich zu der Zeit, wo man anfangen muss.
diskobolos
15.05.2026, 10:51 Uhr
Anmerkungen
Wie lange ein Jugendlicher von heute mal arbeiten muss, kann heute noch niemand wissen. Ob es dann noch so etwas wie eine Grundsicherung gibt, ist genauso unklar. Die Welt ändert sich heute so schnell, das alte Gewissheiten schnell ins Wanken geraten. Vielleicht hilft eine gute Ausbildung und Sparsamkeit gegen die schlimmsten Unbilden.

Was den ÖPNV betrifft, so liegt ein mangelhaftes Angebot auch daran, dass viele lieber das bequeme Auto nutzen. Das eine bedingt das andere. Fast leere Busse können wir uns auch nicht leisten . . .
Echter Sundhäuser
15.05.2026, 16:28 Uhr
richtig discobolos
Selbst Grundsicherung wird es wohl in ferner Zukunft nicht mehr geben, Rentenbescheid gibt's dann erst wenn der Hausarzt den Totenschein ausstellt. Wer vorher nicht mehr arbeitsfähig ist bekommt Essensmarken für die örtliche Tafel.
Wo soll das Geld denn auch herkommen?
Großartig Industrie wird's bis dahin nicht mehr geben in Deutschland, alle pleite oder abgewandert, Dank der grandiosen Energiepolitik unserer 'Volksvertreter'.
Das Geld wird gerade noch so für üppige Pensionen und Diäten reichen, der Rest wird in alle Welt verschenkt und in Kriege investiert.
P.Burkhardt
16.05.2026, 02:06 Uhr
Oh mann...
Keine Ahnung, was die Rentendebatte jetzt mit der ÖPNV-Nutzung aus dem Artikel zu tun hat.... aber ich frage mich ernsthaft, woher mein Vorkommentator seine dystopischen Gedanken hat ? Seit Jahrzehnten wissen wir, dass die gesetzliche Rente in Form des Solidaritätssystems irgendwann nicht mehr funktionieren wird... Jedenfalls nicht in der Höhe wie es früher mal war... (im Übrigen lange vor Flüchtlingen und AFD)... die Lösung war damals auch schon klar: Selbst vorsorgen muss, wer auch im Ruhestand seinen Lebensstil beibehalten will. Seit der Wende wurde für private Altersvorsorge geworben, wurde erklärt, warum und weswegen jeder sich Gedanken machen sollte...

...wer das gemacht hat, muss auch keine Angst haben bis 80 arbeiten zu müssen.... ja, nicht jeder kann Geld zurück legen... und genau deswegen greifen bei Renteneintritt entsprechende Steuerfreibeträge... und bevor das Thema "Doppelbesteuerung" wieder gequält wird: Rentenbeiträge sind steuermindernd absetzbar...der Teil des Einkommens, der für die gesetzliche oder staatl. geförderte Rente aufgewendet wird, also steuerfrei...bei privaten Rentenverträgen hängt es vom Vertrag ab...

Aber...wie eingangs gesagt, hier ging es ja um die Bereitschaft den ÖPNV zu nutzen ... für mich persönlich ergeben sich dabei vollkommen andere Probleme als die Rente...
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