eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (lb_1)
Sa, 09:00 Uhr
25.04.2026
Phänologische Jahreszeiten bestimmen

DWD und Pflanzen-App kooperieren

Im Rahmen des Projektes PhänoNetz kooperiert der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit der Pflanzenbestimmungsapp Flora Incognita, um die Erfassung phänologischer Daten in Deutschland gezielt zu erweitern...

Blühbeginn des Apfels  (Foto: Rüdiger Manig / DWD) Blühbeginn des Apfels (Foto: Rüdiger Manig / DWD)
Ziel der Zusammenarbeit ist es, die räumliche und zeitliche Dichte phänologischer Beobachtungen zu erhöhen und bestehende Datenlücken zu schließen. Flora Incognita ist eine weit verbreitete App zur automatischen Pflanzenbestimmung, entwickelt von der Technischen Universität Ilmenau und des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie. Mithilfe künstlicher Intelligenz können Pflanzen anhand von Smartphone-Fotos zuverlässig erkannt werden. Ab sofort lassen sich über die Flora Incognita App auch ausgewählte phänologische Entwicklungsphasen von Pflanzen aus dem Beobachtungsprogramm des DWD melden.
Anzeige symplr (mr_1)

Phänologie im DWD: Datenbasis für Klimaforschung stärken
Die Phänologie beschreibt die jahreszeitliche Entwicklung von Pflanzen – etwa Blattentfaltung, Blüte oder Fruchtreife. Um diese Veränderungen räumlich und zeitlich zu erfassen, betreibt der DWD seit 1951 ein bundesweites, ehrenamtliches phänologisches Beobachtungsnetz. Dieses wird bislang unter anderem durch Meldungen aus der WarnWetter-App ergänzt und soll durch das Projekt PhänoNetz gezielt erweitert werden. Ziel ist es, die Datendichte zu erhöhen und regionale Lücken zu schließen.

Phänologische Uhr im Vergleich 2025 mit 1991-2025  (Foto: Grafik: DWD) Phänologische Uhr im Vergleich 2025 mit 1991-2025 (Foto: Grafik: DWD)
Phänologische Daten spielen eine zentrale Rolle in der Klimaforschung: Pflanzen reagieren sensibel auf Temperatur- und Witterungsänderungen und gelten daher als wichtige Indikatoren für den Klimawandel. So hat der DWD durch die Auswertung von phänologischen Daten bereits feststellen können, dass beispielsweise der Blühbeginn von Süßkirschen inzwischen im Schnitt rund 14 Tage früher stattfindet, als noch in den 1960er Jahren. Trotz der globalen Erwärmung kommt es jedoch weiterhin zu den für den Frühling so typischen Kaltlufteinbrüchen mit Nachtfrösten. Sie sind zwar im Allgemeinen seltener geworden, treffen nun aber auf weiter entwickelte Pflanzen. Damit steigt das Risiko für Schäden durch Spätfrost. Solche und weitere Erkenntnisse werden auch in agrarmeteorologischen Modellen eingesetzt, die der landwirtschaftlichen Beratung dienen. Zudem helfen die Pflanzenmeldungen dabei, die Pollenflugvorhersage weiter zu verbessern. Mit dieser Vorhersage bietet der DWD für Allergikerinnen und Allergiker eine wichtige Funktion in der WarnWetter-App sowie online an, um sich frühzeitig auf eine starke Pollenbelastung vorbereiten zu können.

Gerade befindet sich Deutschland vielerorts schon im phänologischen Vollfrühling. Diese Jahreszeit wird unter anderem durch den Blühbeginn des Apfels definiert. Die ersten Apfelblüten wurden bereits Ende März gemeldet. Aktuell weist die Phase in etwa eine Verfrühung von sechs Tagen gegenüber dem vieljährigen Mittel auf.
Weitere Informationen gibt es online hier.

Die Teilnahme am Projekt PhänoNetz ist unkompliziert: In der Flora Incognita-App kann das Projekt über die Projektansicht aktiviert werden. Anschließend werden relevante Pflanzenbestimmungen automatisch dem Projekt zugeordnet. Wird eine Pflanze erkannt, die Teil des Beobachtungsprogrammes ist, erscheint ein kurzer Fragebogen zur Erfassung der aktuellen Entwicklungsphase. Nutzerinnen und Nutzer können so gezielt Beobachtungen melden – aktuell beispielsweise den Blühbeginn von Apfelbäumen. Wichtig ist, dass Pflanzen in klar definierten Entwicklungsstadien fotografiert werden.
Autor: red

Anzeige symplr (lb_3)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (lb_2)
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (bb_2)