Gleich hinter der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt eröffnet sich derzeit eines der größten Sonnenblumenfelder in der Südharzregion. Wer hinter dem gelben Blütenmeer an der früheren B 80 steckt, das hat die nnz erfahren…
Sonnenblumen soweit das Auge reicht in der goldenen Aue. (Foto: Susanne Schedwill)
Kurz hinter Görsbach fängt es an: Auf einer Fläche von insgesamt 130 Fußballfeldern baut die Ökofarm Uftrungen GmbH zigtausende Sonnenblumen rund um Berga an. Das Riesenfeld erstreckt sich bis zum Horizont und ist ein beliebtes Fotomotiv.
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Wo bisher Getreide und Raps wuchsen, recken jetzt zigtausende Sonnenblumen ihre Köpfe gen Himmel. Das gelbe Blütenmeer ist nämlich ein besonders schöner Nebeneffekt. Denn die Ökofarm stellt von konventioneller auf Ökolandwirtschaft um, berichtet Betriebsleiterin Ines Wiese. Das Unternehmen ist eine Tochter der Uftrunger Agrar GmbH und einer der größten Öko-Landwirtschaftsbetriebe im Südharzer Raum.
Auf insgesamt 1.300 Hektar betreiben die gelernte Landwirtschaftstechnische Assistentin und ihre sechs Mitstreiter seit etwas über einem Jahr ökologischen Landbau auf Feldern zwischen Rottleberode, Uftrungen, Bösenrode, Berga und Rosperwenda in Mansfeld-Südharz sowie der Landesgrenze zu Thüringen. Zum Ökolandbau gehört eine etwas andere Fruchtfolge als in der konventionellen Landwirtschaft", erklärt die 46-Jährige. Die Ökofarm verzichtet bewusst auf Pflanzenschutzmittel und mineralischen Dünger. "Wir wollen den Boden nachhaltig bewirtschaften", sagt Wiese. Deshalb dürfen auf den Flächen nicht immer die gleichen Pflanzen angebaut werden. So sei die Idee mit den Sonnenblumenfeldern entstanden.
Sonnenblumen sehen nicht nur sehr gut aus, sie sind auch nützlich: Sie wurzeln sehr tief, wodurch sie ideal zur Bodenlockerung eingesetzt werden können. Außerdem sind sie guter Ökodünger.
Noch bis September bleiben die Sonnenblumen auf dem Feld bei Berga. Dann werden die Körbchen mit den Sonnenblumenkörnern per Mähdrescher geerntet und die Körner in die Ölpresse gebracht, wo aus ihnen Sonnenblumenöl wird. Der Rest der Pflanzen bleibt auf den Feldern und dient als natürlicher Dünger. Im kommenden Jahr sollen dann hier Dinkel und Weizen wachsen.
Von der Resonanz auf das riesige Sonnenblumenfeld sind die Landwirte überrascht. Bei uns haben sich eine ganze Reihe Imker gemeldet, die ihre Bienenwagen neben den Feldern aufstellen wollen, sagt Wiese, die Anfragen aus Niedersachsen oder dem Eichsfeld hatte.
Fans der Sonnenblumen können sich auch auf nächstes Jahr freuen: Dann sollen die gelben Blumenriesen vor allem südlich der alten B 80 wachsen und den Boden düngen. Susanne Schedwill
Das gelbe Blütenmeer befindet sich an der früheren B 80 und wenn man das Bild betrachtet auch an der A 38.
Wie ist es dort eigentlich mit dem bösen Feinstaub unserer Diesel-Fahrzeuge bestellt?
Zwar verzichtet die Öko-Farm offenbar "auf Pflanzenschutzmittel und mineralischen Dünger", aber der Feinstaub weht doch bestimmt dort hin? Und wenn man aus den Sonnenblumen Ökodünger und mittels Ölpresse Sonnenblumenöl herstellt, wie wird der doch so böse Feinstaub zurückgehalten, um beispielsweise Allergien zu vermeiden. Müssen jetzt auch Autobahn und Bundes- bzw. Landesstraßen für Dieselfahrzeuge gesperrt werden?
Ironie "AUS", aber solche Fragen stellt sicher bald so mancher "Öko-Fuzzi" ohne ironischen Hintergrund. Wer Strom in Leitungen speichert, fragt auch nach so etwas ...
man könnte in eine suchmaschine eingeben: -
sonnenblumenöl zu biodiesel -, dann erscheint ein link zu einem wikipedia-artikel, da kann man das nachlesen.
hab ich gerade auf dem klo gehört !
Mein erster Kommentar im Rahmen dieses Artikels "erntete" (bisher) ein Daumen-hoch- / Daumen-runter-Verhältnis von 2:8 (mathematisch: 1:4), obwohl ich sehr deutlich machte, dass alles ironisch gemeint war. Auch wenn ich damit sehr gut leben kann, so bin ich gleichzeitig irretiert, denn was habe ich mittels Ironie zum Ausdruck gebracht? Nichts anderes, als die Frage: "Seid Ihr für oder gegen Feinstaub aus Dieselmotoren und werden (z.B.) Sonnenblumen durch vorbeifahrende Dieselfahrzeuge so sehr geschädigt, dass Fahrverbote ausgesprochen werden müssen". Nichts anderes steckte in dieser Ironie.
Im Ergebnis muss ich feststellen, dass heute Ironie offenbar nicht mehr verstanden wird. Das könnte so sein, wenn z.B. (das Fach) "Deutsch" in der Schule nicht mehr wirklich gelehrt wird, oder nur noch zur "Fremdsprache" "verkommt" (siehe derzeitige Diskussion in den Medien). Dafür spräche der Fakt, dass heutzutage Abiturienten mittels Petitionen für bessere Schulnoten kämpfen (müssen).
Die andere Alternative ist, Ironie wird sehr wohl verstanden, die "Daumen-runter-Koalition" will Dieselfahrzeuge aber wirklich verbieten.
Herr Greiner, wie wäre es denn mit einer neuen Umfrage, in der sinngemäß die Frage gestellt wird: "Glauben Sie, dass unsere derzeit auf den Straßen befindlichen Dieselfahrzeuge die Umwelt so stark schädigen, dass sie verboten werden müssen?" JA/NEIN recht da aber nicht. Das Ergebnis interessiert mich sehr ....
Das war leider zu erwarten.
Einer gibt den Takt für die Absurditäten vor. Keine Ahnung und keinen Plan darüber haben, was der ökologische Betrieb mit dem Öl in Bio-Qualität tut. Irgendwo mal etwas gehört oder gelesen haben. Dem regionalen Betrieb unterschwellig unterstellen Feinstaub zu produzieren. Anderen noch "schlaue" Tipps fürs Internet geben. So funktioniert heute Klatsch und Tratsch.