Nicht verstanden
Der arme Merz
Mittwoch, 22. Oktober 2025, 06:00 Uhr
Mensch, was ist das nur für eine Welt, die nicht einmal mehr die Versteher-Zentrale der CDU versteht. Das ist die deutsche Welt, nach dem das Konservative dem Linken, den Gutmenschen und der Antifa nicht nur den Diskurs, sondern auch die Straße freiwillig überlassen hat...
Da hat unser Bundeskanzler wieder mal was gesagt, was er nach dem links-grünen Duktus eigentlich nicht hätte sagen dürfen: Stichwort Stadtbild. Wer sich in Nordhausen ein Bild von seiner Stadt machen will, der kann getrost ab Einbruch der Dunkelheit mal in der nicht vorhandenen Mitte flanieren und sich sein persönliches Urteil bilden. Oder vielleicht seine Töchter - wenn vorhanden - dort hinschicken. Moment: das ist einfach nur die Beschreibung des IST.
Ich will das nicht mehr beschreiben, fast jeder hat es erlebt, man nimmt es zur Kenntnis, man redet nicht drüber. Denn: es könnte zur Folge haben, dass man sofort auf die andere Seite von Links, von Gut, also nach Rechts geschoben wird. Und dort ist bekannterweise die Grenze zum Übertritt in Naziland nicht mehr weit. Also bleibt man gefälligst Zuhause und still.
Noch mal zum Bundeskanzler. Der hat wieder Böses gesagt. So böse, dass es hier nicht wiedergegeben werden soll. Es fiel zum Beispiel das Wort "Stadtbild". Und das noch bösere an dem Aussprechen war, dass sich der Herr Merz (noch) nicht entschuldigt hat, wie man das von ihm ja im Hinblick auf andere verbale Vorkommnisse bislang gewohnt ist. Nein, er legte nach und brachte die "Töchter", die man fragen solle, ins Spiel. Das war zu viel. Zu viel für diejenigen, die sich in der Zivilgesellschaft verorten und die von "unserer Demokratie" sprechen. Nur am Rande: es sind die, die in Wahlumfragen - also wo der gemeine Wähler befragt wird - mal knapp über 10 Prozent kommen.
Und so traf sich in den vergangenen Tagen und auch gestern die Zivilgesellschaft mit Vätern und Müttern von Töchtern, die dem Merz alles an den Hals warfen, was das links-grüne Repertoire so hergeben kann. Ja gut, Nazi war (noch) nicht dabei. Aber Diskriminierung, Verletzung und Rassismus waren schon mal aus der Klassenkampf-Kiste rausgeholt worden.
Und vorn dran - neben den üblichen Polit-Verdächtigen - die Frau Neubauer. Nach dem sie mit ihrem Klimathema krachend gescheitert war, kommt sie nun auf der Diskriminierungs- und Rassismuswelle daher geschwommen. Das klappt in Berlin immer.
Da plärrten sie gemeinsam ihren bekannten Singsang vor der CDU-Parteizentrale durch die Mikros. Technisch ausgestattet von NGOs, die seither mit Demokratie-Leben-Geld überschüttet wurden und immer noch werden. Ich hoffe nur, dass die CDU-Marketingabteilung in Berlin sich nicht wieder durchsetzt und ihrem Chef empfiehlt, sich dann doch noch zu entschuldigen.
Wenn der Herr Merz jetzt standhaft bleibt und zu dem steht, was er gesagt hat, dann hat er bei mir einen halben Punkt gewonnen. Das kann sich aber im Verlaufe dieser Woche noch ändern, wenn die verbalen Angriffe auf den Herrn Merz in seiner Berliner Zentrale durch "Besuche" der Antifa ergänzt werden.
Momentan ist die CDU unter Herrn Merz sowas von "lost", um es in der Jugendsprache zu schreiben. Sie schiebt sich immer weiter in ihr selbstgemachtes Desaster. Die Basis der Partei erkennt das immer deutlicher und ist mit Statements auch immer mutiger. Ob das Problemhafte "da oben" aber auch ankommt, bleibt fraglich. Sie, die Ansager der CDU, mögen sich mal eine WELT-Reportage aus Fürstenwalde durchlesen. Vor 36 Jahren war die Atmosphäre in diesem Land ähnlich, sie war erst lähmend, dann revolutionär. Ob es stimmt, dass sich Geschichte angeblich wiederholt, vermag ich nicht zu sagen oder schreiben. Vielleicht wiederholt sie sich im östlichen Deutschland, im Rest war es 80 Jahre eher langweilig.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psgDa hat unser Bundeskanzler wieder mal was gesagt, was er nach dem links-grünen Duktus eigentlich nicht hätte sagen dürfen: Stichwort Stadtbild. Wer sich in Nordhausen ein Bild von seiner Stadt machen will, der kann getrost ab Einbruch der Dunkelheit mal in der nicht vorhandenen Mitte flanieren und sich sein persönliches Urteil bilden. Oder vielleicht seine Töchter - wenn vorhanden - dort hinschicken. Moment: das ist einfach nur die Beschreibung des IST.
Ich will das nicht mehr beschreiben, fast jeder hat es erlebt, man nimmt es zur Kenntnis, man redet nicht drüber. Denn: es könnte zur Folge haben, dass man sofort auf die andere Seite von Links, von Gut, also nach Rechts geschoben wird. Und dort ist bekannterweise die Grenze zum Übertritt in Naziland nicht mehr weit. Also bleibt man gefälligst Zuhause und still.
Noch mal zum Bundeskanzler. Der hat wieder Böses gesagt. So böse, dass es hier nicht wiedergegeben werden soll. Es fiel zum Beispiel das Wort "Stadtbild". Und das noch bösere an dem Aussprechen war, dass sich der Herr Merz (noch) nicht entschuldigt hat, wie man das von ihm ja im Hinblick auf andere verbale Vorkommnisse bislang gewohnt ist. Nein, er legte nach und brachte die "Töchter", die man fragen solle, ins Spiel. Das war zu viel. Zu viel für diejenigen, die sich in der Zivilgesellschaft verorten und die von "unserer Demokratie" sprechen. Nur am Rande: es sind die, die in Wahlumfragen - also wo der gemeine Wähler befragt wird - mal knapp über 10 Prozent kommen.
Und so traf sich in den vergangenen Tagen und auch gestern die Zivilgesellschaft mit Vätern und Müttern von Töchtern, die dem Merz alles an den Hals warfen, was das links-grüne Repertoire so hergeben kann. Ja gut, Nazi war (noch) nicht dabei. Aber Diskriminierung, Verletzung und Rassismus waren schon mal aus der Klassenkampf-Kiste rausgeholt worden.
Und vorn dran - neben den üblichen Polit-Verdächtigen - die Frau Neubauer. Nach dem sie mit ihrem Klimathema krachend gescheitert war, kommt sie nun auf der Diskriminierungs- und Rassismuswelle daher geschwommen. Das klappt in Berlin immer.
Da plärrten sie gemeinsam ihren bekannten Singsang vor der CDU-Parteizentrale durch die Mikros. Technisch ausgestattet von NGOs, die seither mit Demokratie-Leben-Geld überschüttet wurden und immer noch werden. Ich hoffe nur, dass die CDU-Marketingabteilung in Berlin sich nicht wieder durchsetzt und ihrem Chef empfiehlt, sich dann doch noch zu entschuldigen.
Wenn der Herr Merz jetzt standhaft bleibt und zu dem steht, was er gesagt hat, dann hat er bei mir einen halben Punkt gewonnen. Das kann sich aber im Verlaufe dieser Woche noch ändern, wenn die verbalen Angriffe auf den Herrn Merz in seiner Berliner Zentrale durch "Besuche" der Antifa ergänzt werden.
Momentan ist die CDU unter Herrn Merz sowas von "lost", um es in der Jugendsprache zu schreiben. Sie schiebt sich immer weiter in ihr selbstgemachtes Desaster. Die Basis der Partei erkennt das immer deutlicher und ist mit Statements auch immer mutiger. Ob das Problemhafte "da oben" aber auch ankommt, bleibt fraglich. Sie, die Ansager der CDU, mögen sich mal eine WELT-Reportage aus Fürstenwalde durchlesen. Vor 36 Jahren war die Atmosphäre in diesem Land ähnlich, sie war erst lähmend, dann revolutionär. Ob es stimmt, dass sich Geschichte angeblich wiederholt, vermag ich nicht zu sagen oder schreiben. Vielleicht wiederholt sie sich im östlichen Deutschland, im Rest war es 80 Jahre eher langweilig.
Peter-Stefan Greiner
