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Helios Kliniken Mansfeld-Südharz

Tag gegen den Schlaganfall

Freitag, 08. Mai 2020, 11:15 Uhr
Am 10. Mai ist der Tag gegen den Schlaganfall. Ins Leben gerufen von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe soll dieser Tag daran erinnern, dass trotz verbesserter Akuttherapie der Schlaganfall eine der häufigsten Ursachen einer dauerhaften Behinderung im Erwachsenenalter darstellt...

Viele Betroffene leiden lebenslang an Lähmungen, Störungen der Sprache, des Gefühls, des Sehens, sowie an Koordinations- oder Schluckstörungen. An den Helios Kliniken Mansfeld-Südharz arbeitet man seit Jahren intensiv daran, Schlaganfälle schnell und mit modernsten Behandlungsmethoden zu therapieren.

Eine plötzliche halbseitige Schwäche oder Taubheit, abrupte starke Kopfschmerzen oder Seh- und Sprachstörungen – all das sind Symptome, die auf einen akuten Schlaganfall hinweisen können. Statistiken zeigen: 270.000 Menschen in Deutschland erleiden pro Jahr einen Schlaganfall. Weltweit stirbt alle sechs Sekunden ein Mensch am sogenannten Hirninfarkt.

Bei einem ischämischen Schlaganfall wird das Gehirn plötzlich nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Schon nach Minuten sterben Nervenzellen ab, so dass frühes und schnelles Handeln entscheidend ist. „Die Ursache für einen Schlaganfall kann eine Durchblutungsstörung durch verengte oder ganz verschlossene Hirnarterien sein, manchmal auch eine Hirnblutung aus einem gerissenen Gefäß“, sagt Prof. Dr. med. Malte Kornhuber, Chefarzt der Neurologie an der Helios Klinik Sangerhausen.

Dabei ist der Schlaganfall längst keine Alterserkrankung mehr. Zwar ist jeder zweite Schlaganfallpatient älter als 75 Jahre, durch die verbesserte Diagnostik werden Durchblutungsstörungen des Gehirns zunehmend aber auch bei deutlich jüngeren Menschen festgestellt.

„Der Schlaganfall bleibt jedoch der häufigste Grund für Invalidität im höheren Lebensalter, denn etwa ein Drittel der Betroffenen behält nach dem Hirninfarkt gesundheitliche Einschränkungen zurück“, so Prof. Dr. Kornhuber. Essentiell wichtig ist es deshalb, dass Schlaganfallpatienten schnelle Hilfe erhalten.

Für eine optimale Versorgung wurden in den Helios Kliniken Hettstedt und Sangerhausen bereits vor Jahren sogenannte Stroke Units etabliert. Diese speziellen Versorgungseinheiten arbeiten interdisziplinär. Hier stehen für Patienten die wichtigen technischen und personellen Voraussetzungen für eine engmaschige Überwachung der Lebensfunktionen bereit.

Denn ein Schlaganfall zählt zu den zeitkritischen Erkrankungen, es zählt jede Minute. Und je später mit der Behandlung begonnen wird, desto gravierender sind die Folgen. Vor dem Hintergrund des kommenden Tages gegen den Schlaganfall appelliert deshalb auch Mario Schulter, Klinikgeschäftsführer der Helios Kliniken Mansfeld-Südharz, die gesundheitlichen Gefahren nicht zu unterschätzen.

„Auch wenn in der derzeitigen Corona-Pandemie eventuelle Unsicherheiten bezüglich von Behandlungen in Krankenhäusern zu spüren sind, muss man wissen, dass bei zeitkritischen Erkrankungen jede Zurückhaltung lebensgefährlich sein kann. Zögern Sie deshalb nicht, die bereitstehende medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen.“

Autor: nis

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