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Helios Klinik Lutherstadt Eisleben

Fusionsbiopsie bei Prostatakrebs

Mittwoch, 13. Februar 2019, 11:07 Uhr
Zur Diagnostik bei Verdacht auf Prostatakrebs wird in der Urologie der Helios Klinik Lutherstadt Eisleben ein neuartiges Verfahren angewendet – die sogenannte Prostata-Fusionsbiopsie...

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Entscheidend für die Heilung ist eine frühzeitige Diagnose. Jedoch beginnt schon mit dem Verdacht auf Prostatakrebs - durch einen auffälligen Tastbefund oder einen atypischen PSA-Wert - ein wahrer Diagnosemarathon.

Urologen bei Anwendung der Fusionsbiopsie (Foto: Sebastian Krziwanie) Urologen bei Anwendung der Fusionsbiopsie (Foto: Sebastian Krziwanie)

Die endgültige Diagnose kann nur mithilfe einer Probeentnahme, der sogenannten Biopsie, sichergestellt werden. Routinemäßig geschieht dies durch die transrektal, ultraschallgeführte Prostatastanzbiopsie. Systematisch werden bei diesem Verfahren alle Bereiche der Prostata einer Gewebeprobeentnahme unterzogen, ähnlich einem Rastersystem. Die entnommenen Proben werden anschließend feingeweblich untersucht.

Um aggressive Krebsformen früher und präziser zu erkennen, kommt in der Helios Klinik Lutherstadt Eisleben nun die sogenannte Prostata-Fusionsbiopsie zum Einsatz. Für dieses neue Verfahren arbeiten Radiologen und Urologen eng miteinander zusammen. „Zunächst erstellt der Radiologe mittels einer multiparametrischen-MRT ein 3D-Modell der Prostata.

Areale, die ihm dabei auffällig erscheinen, markiert er. Anschließend werden bei einer Biopsie-Untersuchung die MRT-Bilder in Echtzeit über die Darstellung im Ultraschall gelegt, also fusioniert“, erklärt Peter Herzog, Oberarzt der Urologie der Helios Klinik Lutherstadt Eisleben. Mittels einer Punktionsnadel können dann Proben aus den auffälligen Bereichen treffsicher entnommen werden. Der kleine operative Eingriff wird im Rahmen eines stationären Kurzaufenthaltes durchgeführt. „Die Fusionsbiopsie hilft dabei, gezielter verdächtige Areale der Prostata zu untersuchen. Abhängig vom Ausgang der Untersuchung kann so bereits in einem frühen Stadium die notwendige Therapie durchgeführt werden“, beschreibt Oberarzt Herzog die Vorteile des Verfahrens.
Autor: nis

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