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AfD kritisiert CDU-Forderung nach "Arrest für Schulschwänzer"

Nachsitzen ist noch keine Freiheitsberaubung

Mittwoch, 21. September 2016, 17:06 Uhr
Jens Diederichs, Rechtspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag, kritisiert das Konzept der CDU zum Umgang mit den Schulschwänzern. „Die CDU will Schulschwänzer weiterhin mit Arrest bestrafen. Das hat bis heute keinen Erfolg gehabt. Auch der weitere inflationäre Einsatz von Sozialarbeitern, Psychologen und Beratern an Schulen, wie von den Grünen gefordert, werden nichts verändern.“

Diederichs erklärt weiter: „Schulschwänzen lässt sich nicht durch Arreststrafen verhindern. Erziehung und Bildung werden nur durch Einsicht und nicht durch Zwang vermittelt. Nicht Zwang, sondern Attraktivität muss das Motiv für den Schulbesuch sein. Deshalb sollte man in Deutschland die, Schulpflicht‘ in ein, Recht auf Schulbildung‘ abwandeln. Wenn die Pflicht zum Recht wird, wird aus Druck vielleicht sogar der Wunsch zur Teilnahme.

Ein Staat, der Steuergelder aufwenden muss, um diese gesetzliche Pflicht (Schulpflicht) durchzusetzen, was aber seit Jahren nicht zum Erfolg führt, sollte über diese Art der Teilnahme am Unterricht generell nachdenken. Auch die Rolle der Lehrer gegenüber den Schülern und deren Eltern ist zu stärken. Es muss möglich sein, auf kurzem Weg die Eltern über das Schulschwänzen ihrer Sprösslinge zu informieren. Auch ein Nachsitzen ist noch keine Freiheitsberaubung.“
Autor: jm

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