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Klubhaus Hettstedt wird nicht versteigert

"Dank auch den Denunzianten"

Mittwoch, 24. Februar 2016, 20:34 Uhr
Das Klubhaus Hettstedt von oben. (Foto: Homepage des Klubhauses) Das Klubhaus Hettstedt von oben. (Foto: Homepage des Klubhauses) Sie kämpft jeden Tag um das Überleben und Wiedererblühen des Klubhauses Hettstedt: Ines Keller. Jetzt gab es Bestrebungen, ihr das Objekt, das alljährlich tausende Gäste allein der begeisternden Musikveranstaltungen wegen besuchen, ganz aus der Hand zu nehmen - mit einer Versteigerung in Eisleben. Doch die fand überhaupt nicht statt, was manchen nicht davon abhielt, trotzdem einen "Versteigerungstermin" wiederholt zu veröffentlichen.

Als im Jahr 2009 die Stadt Hettstedt das Klubhaus nach Jahren der sechsstelligen Bezuschussung des Betriebes zum Verkauf stellte, war für den gesamten Landkreis die Schwimmhalle in Gefahr. Hier lernten Generationen von Schulkindern das Schwimmen. Wenn das Klubhaus geschlossen worden wäre, hätte es auch das Schwimmbad nicht mehr gegeben.

Ines Keller und Familie hat das Objekt seinerzeit übernommen. Sie erklärte heute msh-online: "Wir haben es für alle Freunde des Hauses,dessen Kinder und Enkeln erhalten. Dass wir damit keine Millionen verdienen würden, war uns von der ersten Sekunde an klar. Mit knallhart kalkulierten Preisen stellen wir den Schwimmbetrieb, Fitness- und Reha-Sport sowie die Mahlzeitenversorgung diverser Einrichtungen im Landkreis sicher."

Frau Keller beklagt: "Aufgrund fehlberechneter Energieverbrauchsdaten, versuchte ein bayrischer Energieversorger mittels einer angesetzten Zwangsversteigerung des Klubhauses Hettstedt seine Forderungen durchzusetzen."

Sowohl die Forderungen als auch die Zwangsversteigerung sind mittlerweile vom Tisch. Frau Keller hat schwere Tage hinter sich, Tage das Kampfes für ihr Klubhaus. Sie sagte uns: "Wir danken all denen aus vollem Herzen, die in den schweren Zeiten zu uns gehalten und das Unmögliche möglich gemacht haben."

Nicht ohne Verbitterung ergänzt sie jedoch: "Wir danken auch allen Geschäftemachern, Absahnern, Denunzianten, parteiischen Dritten und lachenden Zaungästen für die lehrreichen Lektionen, die uns haben wachsen lassen." Mit einem Hinweis auf Falschmeldungen in einer Tageszeitung der Region erklärt Ines Keller: "Nicht immer alles glauben, was in der Zeitung steht!"

Jochen Miche
Autor: jm

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