Die Polizei hat am Dienstagnachmittag im Zusammenhang mit einem sehr umfangreichen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Anbaus und Handels mit Cannabis mehrere Objekte in Mansfeld-Südharz, im
Freistaat Sachsen und in Brandenburg durchsucht. In dem Objekt im Seegebiet Mansfelder Land stellten die Einsatzkräfte eine Indoor-Cannabisplantage mit rund 600 Pflanzen fest...
Die Polizei schätzt den möglichen Ertrag der Anlage auf etwa 100 Kilogramm Cannabisblüten innerhalb eines Anbauzeitraums von sechs bis acht Wochen. Die Beamten beschlagnahmten ca. 100 Kilogramm verkaufsfertiger Cannabisblüten. Insgesamt nahmen die Einsatzkräfte vier Männer vorläufig fest. Dabei handelt es sich um zwei albanische Staatsangehörige im Alter von 26 und 28 Jahren, einen 28-jährigen mazedonischen Staatsangehörigen sowie einen 30-jährigen
deutschen Staatsangehörigen. Drei weitere Täter sind bislang unbekannt. Zwei
der festgenommenen albanischen Staatsangehörigen hätten eigenen Angaben
zufolge keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Der 28-jährige mazedonische
Staatsangehörige habe seinen Wohnsitz im Freistaat Sachsen. Die Polizei sicherte die Plantage und weitere Beweismittel.
Die kriminaltechnischen Arbeiten und der Abbau der Anlage dauern aufgrund
des Umfangs der Plantage an. Die Staatsanwaltschaft Halle sowie Kriminalisten des Fachkommissariats im Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Halle (Saale) führen gemeinsam die Ermittlungen. Zudem prüfen die Ermittler einen möglichen Verstoß wegen der Entziehung elektrischer Energie. Weitere Angaben können derzeit mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht gemacht werden. Der Verkaufswert des beschlagnahmten Cannabis wird nach derzeitiger Einschätzung auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt. Die Staatsanwaltschaft Halle prüft derzeit die Stellung von Haftanträgen. Eine Entscheidung darüber soll im Laufe des heutigen Tages getroffen werden.