Zu tief ins Glas geschaut hatte augenscheinlich eine 42-jährige Audi Fahrerin am Sonntagnachmittag in Roßla. Mit stolzen 3,5 Promille intus führte sie ihr Fahrzeug durch den Straßenverkehr. Am Ende krachte sie in mehrere Fahrzeuge, eines davon war ein Polizeiwagen...
Bilanz der Alkoholfahrt: Drei Verletzte, drei Autos Schrott und eine Menge Ärger.
Nachdem am Sonntag das am Stausee Kelbra stattgefundene Hell-Festival zu Ende ging, führte die Polizei während des Abreise-Verkehr´s am Nachmittag Kontrollen auf den Zufahrtsstraßen durch. Kontrollierte wurde auf Thüringer und Sachsen-Anhaltinischer Seite.
Anzeige symplr (mr_1)
Vorwiegend ging es dabei auch um Alkoholkontrollen bei den Fahrzeugführern. Mehrere Fahrzeuge der Thüringer Bereitschaftspolizei waren im Anschluss auf dem Rückweg nach Erfurt, als dieses auf der Landstraße zwischen dem Abzweig Roßla und er Anschlussstelle der A38 von einem entgegenkommenden Fahrzeug gerammt wurde.
Das Auto einer 42-jährigen Frau war von der Fahrbahn abgekommen und auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort krachte das Auto in das Heck des Polizeifahrzeuges, schleuderte dann gegen eine Leitplanke und krachte in einen im Gegenverkehr befindlichen Nissan. Dessen Fahrer hatte noch eine Kollision zu vermeiden, indem er auswich.
Unfallfahrzeug bei Roßla (Foto: S. Dietzel)
Trotzdem wurde er von dem schweren SUV getroffen. Danach landete der Audi erneut in der Leitplanke, ehe die Fahrt nach rund 250 m zu Ende war. Bei dem Unfall rissen beim Audi beide Vorder-Felgen ab. Ein durch die Polizei vor Ort durchgeführter Alkoholtest bei der Verursacherin zeigte auf dem Atemalkoholgerät einen stolzen Wert von 3,5 Promille.
Die Frau musste zur Blutentnahme in ein Krankenhaus gebracht werden. Drei Personen wurden bei dem Unfall verletzt, darunter zwei Polizisten. Nach ersten Einschätzungen entstand an allen drei Fahrzeugen ein Totalschaden.
"Opfer" wurde auch ein Einsatzfahrzeug der Polizei (Foto: S. Dietzel)
Der betroffene Bereich der Landstraße war für rund 3 Stunden voll gesperrt. Der Verkehr musste umgeleitet werden. Neben Polizei und Rettungsdienst war auch die Feuerwehr Roßla im Einsatz. S. Dietzel