Mi, 16:43 Uhr
06.05.2026
Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallzahlen bleiben auf gleich hohem Niveau;
Die Polizeiinspektion Halle (Saale) ist territorial für die kreisfreie Stadt Halle (Saale), den Saalekreis, den Burgenlandkreis und den Landkreis Mansfeld-Südharz zuständig. Die folgende Betrachtung zur Verkehrsunfallbilanz bezieht sich auf den gesamten Zuständigkeitsbereich, inklusive der 196,4 km Bundesautobahn, die durch den Zentralen Verkehrs- und Autobahndienst der Polizeiinspektion Halle (Saale) betreut werden...
Die Polizeiinspektion Halle (Saale) hat im Jahr 2025 insgesamt 22.822 Verkehrsunfälle aufgenommen. Gegenüber dem Jahr 2024 waren das 10 Verkehrsunfälle mehr.
Verkehrsunfälle mit Personenschäden
Im Jahr 2025 wurden 2.675 Verkehrsunfälle mit Personenschaden registriert. Dies waren 35 mehr (+ 1,33 %) als 2024.
Im Zuständigkeitsbereich kamen bei 20 Verkehrsunfällen 20 Menschen ums Leben. Dies sind 8 Verkehrstote weniger als im Jahr 2024. Betroffen waren vier Fußgänger, sechs Radfahrer, drei Fahrer eines Kraftrades und sieben PKW-Fahrer (keine LKW-Fahrer). 15 Personen wurden hierbei außerhalb geschlossener Ortschaften tödlich verletzt, drei davon auf den Bundesautobahnabschnitten im Zuständigkeitsbereich.
Laut der Polizeiunfallstatistik wurden im Jahr 2025 insgesamt 624 Personen schwer- und 2.792 Personen leicht verletzt. (Vergleich zum Jahr 2024: 10,05 % mehr schwer- und 1,34 % weniger leichtverletzte Personen).
Ursächlich für Unfälle mit schwerem Personenschaden (hierzu zählen Unfälle mit Getöteten und Schwerverletzten) waren unter anderem nichtangepasste Geschwindigkeit, ein Nichtbeachten der Vorfahrt, Fahren unter berauschenden Mitteln (Alkohol, Drogen bzw. Mischkonsum) sowie unzureichender Sicherheitsabstand.
Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurden auf Bundesautobahnen, Bundes- und Landstraßen sowie innerorts Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen durchgeführt. Hierbei wurden im Jahr 2025 insgesamt 81.381 Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit sowie 3.681 Fahrzeuge mit zu geringem Abstand festgestellt und entsprechende Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Ausgewählte Verkehrsbeteiligungen
Die Polizeiinspektion Halle (Saale) registrierte in ihrem Zuständigkeitsbereich insgesamt 335 Verkehrsunfälle mit Fußgängern, wovon 258 verletzt wurden. Hier ist ein leichter Anstieg zum Vorjahr zu verzeichnen, als bei 321 Unfällen 243 Fußgänger verletzt wurden.
Insgesamt wurden 989 Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern aufgenommen. Dabei haben sich 838 Menschen verletzt. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine fast identische Anzahl an registrierten Verkehrsunfällen, wobei etwas weniger Beteiligte verletzt wurden (2024 wurden bei 988 Unfällen 822 Personen verletzt).
Die Zahl der LKW-Unfälle ist im Jahr 2025 leicht gestiegen. Es haben sich 3.869 Unfälle ereignet (2024: 3.847). In Folge dieser Unfälle sind im letzten Jahr drei Menschen gestorben, 88 haben sich schwer- und 311 leicht verletzt.
Die Polizei kontrollierte innerhalb des Zuständigkeitsbereiches im Jahr 2025 insgesamt 3.285 Fahrzeuge des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs. Festgestellt wurden bei diesen Kontrollen u.a.:
Diese Kontrollen erfolgten vorrangig im Bereich der hier vorhandenen Teilabschnitte der Bundesautobahnen 9, 14, 38 und 143 im südlichen Sachsen-Anhalt.
Hauptunfallursachen
Wildunfälle traten mit Abstand wieder als häufigste Unfallursache in Erscheinung. Das waren 17,61 % aller von der Polizei aufgenommenen Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich.
Die Häufigkeit der ermittelten Unfallursachen stellt sich wie folgt dar:
Um die Unfallzahlen zu reduzieren, führte die Polizei eine intensive Verkehrssicherheitsarbeit durch. Diese war insbesondere auf die Bekämpfung der Hauptunfallursachen ausgerichtet.
Im Rahmen von Verkehrskontrollen konnte die Polizei im Jahr 2025 beispielsweise eine Vielzahl von Verkehrsverstößen feststellen:
Verkehrsunfälle mit Kindern:
Bei insgesamt 148 Verkehrsunfällen waren im Jahr 2025 Kinder beteiligt (2024: 157). In Folge dieser Unfälle wurden 45 Kinder als Fußgänger verletzt. Als Radfahrer verletzten sich 55 Kinder.
Die polizeiliche Verkehrserziehung soll diesem Unfallgeschehen präventiv entgegenwirken. Der Schwerpunkt wird auf das Grundschulalter gelegt. Aber auch in den Kindertagesstätten und an den weiterführenden Schulen kommen Verkehrssicherheitsberater und Regionalbereichsbeamte zum Einsatz. Zudem werden die Schulanfänger in den ersten Wochen im Rahmen der Schulwegsicherung intensiv durch Polizeibeamte begleitet. Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang auch die Eltern darum, ihre Kinder regelmäßig auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam zu machen. Üben Sie mit ihnen die täglich zu absolvierenden Wege und leben Sie verkehrssicheres Verhalten vor!
Autor: nisEntwicklung der Unfallzahlen gesamt
Die Polizeiinspektion Halle (Saale) hat im Jahr 2025 insgesamt 22.822 Verkehrsunfälle aufgenommen. Gegenüber dem Jahr 2024 waren das 10 Verkehrsunfälle mehr.
Verkehrsunfälle mit Personenschäden
Im Jahr 2025 wurden 2.675 Verkehrsunfälle mit Personenschaden registriert. Dies waren 35 mehr (+ 1,33 %) als 2024.
Im Zuständigkeitsbereich kamen bei 20 Verkehrsunfällen 20 Menschen ums Leben. Dies sind 8 Verkehrstote weniger als im Jahr 2024. Betroffen waren vier Fußgänger, sechs Radfahrer, drei Fahrer eines Kraftrades und sieben PKW-Fahrer (keine LKW-Fahrer). 15 Personen wurden hierbei außerhalb geschlossener Ortschaften tödlich verletzt, drei davon auf den Bundesautobahnabschnitten im Zuständigkeitsbereich.
Laut der Polizeiunfallstatistik wurden im Jahr 2025 insgesamt 624 Personen schwer- und 2.792 Personen leicht verletzt. (Vergleich zum Jahr 2024: 10,05 % mehr schwer- und 1,34 % weniger leichtverletzte Personen).
Ursächlich für Unfälle mit schwerem Personenschaden (hierzu zählen Unfälle mit Getöteten und Schwerverletzten) waren unter anderem nichtangepasste Geschwindigkeit, ein Nichtbeachten der Vorfahrt, Fahren unter berauschenden Mitteln (Alkohol, Drogen bzw. Mischkonsum) sowie unzureichender Sicherheitsabstand.
Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurden auf Bundesautobahnen, Bundes- und Landstraßen sowie innerorts Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen durchgeführt. Hierbei wurden im Jahr 2025 insgesamt 81.381 Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit sowie 3.681 Fahrzeuge mit zu geringem Abstand festgestellt und entsprechende Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Ausgewählte Verkehrsbeteiligungen
Die Polizeiinspektion Halle (Saale) registrierte in ihrem Zuständigkeitsbereich insgesamt 335 Verkehrsunfälle mit Fußgängern, wovon 258 verletzt wurden. Hier ist ein leichter Anstieg zum Vorjahr zu verzeichnen, als bei 321 Unfällen 243 Fußgänger verletzt wurden.
Insgesamt wurden 989 Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern aufgenommen. Dabei haben sich 838 Menschen verletzt. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine fast identische Anzahl an registrierten Verkehrsunfällen, wobei etwas weniger Beteiligte verletzt wurden (2024 wurden bei 988 Unfällen 822 Personen verletzt).
Die Zahl der LKW-Unfälle ist im Jahr 2025 leicht gestiegen. Es haben sich 3.869 Unfälle ereignet (2024: 3.847). In Folge dieser Unfälle sind im letzten Jahr drei Menschen gestorben, 88 haben sich schwer- und 311 leicht verletzt.
Die Polizei kontrollierte innerhalb des Zuständigkeitsbereiches im Jahr 2025 insgesamt 3.285 Fahrzeuge des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs. Festgestellt wurden bei diesen Kontrollen u.a.:
- 553 x Geschwindigkeitsverstöße anhand Fahrtenschreiberauswertung;
- 395 x tägliche Ruhezeiten nicht eingehalten;
- 374 x keine ausreichenden Fahrtzeitunterbrechungen;
- 282 x Verstoß gegen tägliche Lenkzeiten;
- 37 x Überladung;
- 58 x unzureichende Ladungssicherung.
Diese Kontrollen erfolgten vorrangig im Bereich der hier vorhandenen Teilabschnitte der Bundesautobahnen 9, 14, 38 und 143 im südlichen Sachsen-Anhalt.
Hauptunfallursachen
Wildunfälle traten mit Abstand wieder als häufigste Unfallursache in Erscheinung. Das waren 17,61 % aller von der Polizei aufgenommenen Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich.
Die Häufigkeit der ermittelten Unfallursachen stellt sich wie folgt dar:
- Wildunfälle: 4.018 (+ 3,96 % mehr als 2024);
- Wenden und Rückwärtsfahren: 2.894 (- 8,59 % weniger als 2024);
- Ungenügender Sicherheitsabstand: 1.896 (- 2,37 % weniger als 2024);
- Unangepasste Geschwindigkeiten: 1.608 (- 0,80 % weniger als 2024);
- Nichtbeachten von Vorfahrts- bzw. Vorrangregelungen:1.267 (+ 0,80 % mehr als 2024);
- Falsche Straßenbenutzung: 1.226 (+ 1,83 % mehr als 2024);
- Abbiegen: 840 (+ 6,73 % mehr als 2024);
- Fehler beim Nebeneinanderfahren / Vorbeifahren: 801 (- 5,54 % weniger als 2024);
- Falsches Verhalten von Radfahrern: 742 (+ 12,77 % mehr als 2024);
- Fehler beim Ein- und Ausfahren: 604 (+ 9,03 % mehr als 2024);
- Fehler beim Überholen und Wiedereinordnen: 444 (- 5,73 % weniger mehr als 2024);
- Alkohol- und Drogeneinfluss: 428 (- 2,06 % weniger als 2024);
- Falsches Verhalten gegen Radfahrer: 426 (- 2,07 % weniger als 2024).
Um die Unfallzahlen zu reduzieren, führte die Polizei eine intensive Verkehrssicherheitsarbeit durch. Diese war insbesondere auf die Bekämpfung der Hauptunfallursachen ausgerichtet.
Im Rahmen von Verkehrskontrollen konnte die Polizei im Jahr 2025 beispielsweise eine Vielzahl von Verkehrsverstößen feststellen:
- 1.196 x Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis;
- 1.306 x Führen eines KFZ ohne erforderliche Pflichtversicherung (Haftpflicht);
- 883 x Nutzung von Mobiltelefonen bzw. elektronischen Geräten von Kraftfahrern;
- 91 x Nutzung von Mobiltelefonen bzw. elektronischen Geräten von Radfahrern;
- 417 x Nichtanlegen des vorgeschriebenen Sicherheitsgurts;
- 50 x nicht ordnungsgemäße Sicherung von Kindern.
Verkehrsunfälle mit Kindern:
Bei insgesamt 148 Verkehrsunfällen waren im Jahr 2025 Kinder beteiligt (2024: 157). In Folge dieser Unfälle wurden 45 Kinder als Fußgänger verletzt. Als Radfahrer verletzten sich 55 Kinder.
Die polizeiliche Verkehrserziehung soll diesem Unfallgeschehen präventiv entgegenwirken. Der Schwerpunkt wird auf das Grundschulalter gelegt. Aber auch in den Kindertagesstätten und an den weiterführenden Schulen kommen Verkehrssicherheitsberater und Regionalbereichsbeamte zum Einsatz. Zudem werden die Schulanfänger in den ersten Wochen im Rahmen der Schulwegsicherung intensiv durch Polizeibeamte begleitet. Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang auch die Eltern darum, ihre Kinder regelmäßig auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam zu machen. Üben Sie mit ihnen die täglich zu absolvierenden Wege und leben Sie verkehrssicheres Verhalten vor!