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Sa, 20:00 Uhr
14.03.2026
Meine Meinung

Mens sana in corpore sano

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Juvenal, ein römischer Dichter erkannte das früh vor unserer Zeit. Unser Kolumnist Karl Nickel meint: Ein voller Bauch studiert nicht gern. Ein leerer Bauch aber auch nicht...

Pausenbrot mit Rama (Foto: Ken Boyd auf Pixabay) Pausenbrot mit Rama (Foto: Ken Boyd auf Pixabay)
In ein paar Tagen ist sie vorbei. Die christliche Fastenzeit dauert von Aschermittwoch bis Ostern. Wer da nicht fastet, der ist kein Christ. Was immer fasten sein mag. Jeder soll die Bedeutung des Begriffes gern für sich selbst auslegen. Verzicht auf Fleisch oder Bier. Kein Zucker, kein Fett, kein Kaffee, kein Tabak, kein irgendwas.

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Manche verzichten aufs Autofahren, andere dagegen auf Fernsehen oder Internet, oder gar auf Sex. Es mag jedem selbst überlassen sein, worauf er verzichtet.

Nun gibt es in der Welt einige, nicht wenige, die enthaltsam leben, in einer Zeit, die ihnen der Schöpfer zur Askese aufgibt. Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. So ist es manches Mal im jeweiligen Katechismus zu lesen. In der Dunkelheit will es der Herr nicht sehen, wenn ein wenig über die Stränge geschlagen wird. Dann bricht man gern mal das Brot und greift zum Obst, um sich von der des Tages darbenden Last ein wenig Erleichterung zu verschaffen. Die Schwaben waren dabei wie immer sehr pfiffig und erfanden das "Hergottsbescheißerle", um den Darm nicht umsonst an der Peristaltik arbeiten zu lassen.

Verzicht auf Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme tagsüber bedeutet aber auch, und das konnten mehr oder weniger namhafte Wissenschaftler nachweisen, Unkonzentriertheit, Aggression, Unwohlsein, Kopf- und Magenschmerzen, Insomnie (für alle, die es nicht wissen: Schlaflosigkeit), Gelenkwehtaten, Lustlosigkeit oder gar psychische Auffälligkeiten, die anderen so richtig auf den Sack gehen, und so weiter und so weiter. Der Mensch ist individuell. Und: Die Dosis macht das Gift.

Wir kommen zur gegenwärtigen Nachrichtenlage
Es ist in der "BILDenden" Presse zu lesen, dass es da eine Schule im nordrhein-westfälischen Kleve gibt, die aktuell ein Phänomen widerspiegelt. Fast kam es zum Eklat. Ach übrigens, das war auch den öffentlich-rechtlichen Medien eine Meldung wert.

An dieser durchschnittlichen Gesamtschule (wer immer sich diese Schulform ausgedacht hat, sei dahingestellt) kam es zu vergleichsweise, für die derzeitige Bundesrepublik, exemplarischen Vorkommnissen. Diese nach bundesdeutschem Recht und nach Schulordnung geführte Gesamtschule riet dem 20-Prozent-Anteil der "nichtmigrantischen" Schüler, ihr Pausenbrot doch bitte von den anderen Anwesenden abgewandt einzunehmen, um die muslimischen Eleven "nicht zu provozieren" in deren Ramadan.

Zuvor kam es auf dem Schulhof und in den Klassenzimmern gegenüber den "generationsdeutschen" (dieser Begriff stammt nicht von K. Nickel) Kindern zu Aufforderungen, ihr Pausenbrot doch sofort in die Mülltonne zu werfen, weil ja Ramadan sei. Teilweise geschah das unter Androhung von "Konsequenzen". Es wurden sogar von Seiten der muslimischen Schülerschaft Würge- und Kotzgeräusche" [sic] nachgeäfft, um die Kinder der unterrepräsentierten Gesellschaft an der Schule zum Verzicht aufzufordern, ihr liebevoll von der Mutter zubereitetes Pausenbrot aus der Brotbüchse zu nehmen und zu verspeisen.

Dieser Umstand wurde zum Leidwesen der Lehrerschaft dieser Bildungseinrichtung durch eine fürsorgliche Mutter in der Öffentlichkeit thematisiert. Die Frau Mutter erdreistete sich gar, dem zuständigen Bildungsministerium einen Brief zu den Vorfällen zu verfassen und zuzuleiten.
Wer ist nun der Böse? Ist es der Verursacher oder ist es der Herold der schlechten Nachrichten? Die Schule sieht nunmehr die Mutter als unbequem an. Natürlich gibt es Querulanten unter den Eltern. Das weiß jeder, der mal in einer Elternversammlung auf viel zu kleinen Stühlen saß.

Die Frau hatte aber, aus ihrer Sicht, recht. Schlicht, die anderen Eltern (80%-Mehrheit anderer Glaubensrichtung und anderer Auffassung vom Ernährungsverhalten der Kinder in der Zeit des Ramadan) waren nicht so ganz dieser Meinung. Nun verstrickte sich der leitende Pädagoge der "Joseph Beuys Gesamtschule" in Kleve (NRW) nach dem unerwarteten Ereignis in peinliche Erklärungsnöte.

Er hatte wohl seinen Schulhof nicht ganz im pädagogischen Blick. Natürlich ist es ein Problem für einen an deutschen Universitäten ausgebildeten Lehrer, alle Mentalitäten der Schüler souverän zu handhaben. Das ist verständlich. Nur, es ist in dieser Weise inakzeptabel.
Kinder müssen regelmäßig essen und trinken! Auch mal außer der Reihe.

In den Pausen müssen sie ohne Anfeindungen ihre Brotbüchse öffnen dürfen und zugreifen, ohne dass es ihnen geneidet wird. Keine Ideologie, keine Religion und kein Dogma darf ihnen das verbieten! Auch der Tausch der Schulbrote aus der Brotbüchse, so wie wir das früher mal kannten, muss immer erlaubt sein. Kein Kind kann Wissen erwerben, wenn es hungrig ist. National-kulturelles Mobbing ist an dieser Stelle ein anderes Thema für einen weiteren Beitrag.

Was ist in unserem säkular-laizistischem System eigentlich los? Wieso laviert sich ein Schuldirektor derart aus der Affäre, indem er das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule und Bildung in Anspruch nimmt, um seine Versäumnisse zu erklären?

Und: Wie sieht es eigentlich an den Schulen in Thüringen aus? Was ist mit den Schulen in Nordhausen, Greußen, Heiligenstadt oder Bad Langensalza? Wer weiß das schon? Fragen werfen sich auf. Fragen über Fragen.
Wussten Sie, dass es in deutschen Städten wie Frankfurt, Freiburg, Köln und München eine Ramadan-Beleuchtung in den Straßen gibt?

Das ist Akzeptanz und Toleranz des Glaubens anderer Menschen in unserer aufgeklärten Gesellschaft. Das wissen wir seit dem rassistisch angetriebenen, und dem von antisemitischem Hass getriebenen Martin Luther. Entschuldigung. Ich muss das so schreiben, sonst darf ich nicht veröffentlicht werden. (Zwinkersmiley)

Richtig ist das. So muss das sein. Aber, warum so laut und aggressiv, wenn doch Hinduismus, Buddhismus, Judentum und andere Religionen auf Augenhöhe sein sollen? Ist das die freiheitlich-demokratische Grundordnung? Ich stelle mir gerade vor wie es wäre, wenn tausende Katholiken, vielleicht auch die vom Papst nicht so geliebten Luther-Protestanten, in Riad, Mekka, Medina, Teheran oder Bagdad mit dieser Verve auf der Straße ihre Forderungen vortragen würden. Flaggen anderer Länder, die es gut mit ihnen meinen, verbrennen. Denkmäler von in ihrer Religion ungeliebten Propheten schänden oder sprengen, obwohl Jesus einer ihrer Propheten (Gesandter Gottes) ist.

Und die breite Bevölkerung würde vom regierenden Gremium als intolerant und rassistisch gekennzeichnet werden. Die Kreuzzüge sind sehr lange her. Kaum ein Deutscher kann das noch geschichtlich einordnen. Ipso facto ist das, was wir Deutschen gerade mit uns selbst machen, nicht förderlich für unser Gemeinwohl. Bis neulich!
Karl Nickel
Achso. Wer keine Butter mag, der merke sich eines: Ans Schulbrot muss mehr Rama dran.

P.S. Bevor jetzt wieder irgendwelche altklugen Kommentare an dieser Stelle geschrieben werden: Der Verfasser dieses Beitrages musste während seines Studiums sowohl die gesamte Bibel, den Koran als auch den Talmud (insbesondere die Tora --- wir können uns gerne jederzeit streiten :-) ) lesen und darüber in verschiedenen Seminaren referieren.
Autor: psg

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Kommentare
Wanderwölfin
14.03.2026, 20:41 Uhr
Mens
Unser Sohn ging nie ohne Frühstück aus dem Haus. Aber da gibt es Schulen,welche auf Sponsoren angewiesen sind.
Piet
14.03.2026, 23:13 Uhr
Toleranz
Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.
Malu-Marie
14.03.2026, 23:39 Uhr
Meinungsbildung durch Herrn Nickel
Der Text arbeitet stark mit Polemik, Überzeichnung, Spott, Sarkasmus und bewusst gesetzten Provokationen. Fakten und Meinungen werden vermischt, Ungenauigkeiten und scheinbare Präzision dienen eher der emotionalen Wirkung als der sachlichen Einordnung. Das Ziel scheint weniger Information als Empörung zu sein.
Die zentrale Botschaft, die transportiert werden soll, lautet: Die Mehrheitsgesellschaft passe sich zu sehr an, religiöse Minderheiten forderten zu viel, und staatliche Institutionen reagierten falsch. Durch die Art der Darstellung wird es dem Leser erschwert, zwischen belegbaren Informationen und Interpretation zu unterscheiden. Das erzeugt ein klassisches ‚Wir gegen die anderen‘ Narrativ, wie man es aus bestimmten politischen Milieus kennt.

Das Fehlverhalten einzelner Schüler ist selbstverständlich nicht akzeptabel. Es sagt aber nichts über die Mehrheit der muslimischen Schüler aus. Ebenso sagt eine ungeschickte Reaktion einer Schulleitung nichts über alle Schulen in Deutschland aus. Wichtig ist, dass der konkrete Vorfall aufgearbeitet wird – ohne ihn zu einem Symbol für ganze Gruppen zu überhöhen. (Übrigens selbst einfache Aussagen zum Christentum sind hier falsch dargestellt.)

Es gibt zudem keine Hinweise darauf, dass die Schule offiziell angeordnet hätte, Kinder müssten "heimlich" essen. Die Schule hat das ausdrücklich zurückgewiesen. Auch die Behauptung, 80 % der Eltern gehörten einer anderen Glaubensrichtung an und hätten die Beschwerde abgelehnt, ist nicht belegt. Hier wäre die Benennung einer Quelle sehr hilfreich, falls dem autor eine solche vorliegt.
Eine sorgfältige, sachliche Darstellung wäre hier hilfreicher als die Erzeugung von Empörung oder die Verstärkung von Feindbildern.
Vielleicht wäre ein kleiner Auffrischungskurs in journalistischer Sorgfalt nicht verkehrt – nur so für die nächste Fastenzeit. ;)
Anmerkung techn. Support:
Na Malu-Marie, hat die KI ein bisschen geholfen?
Echter Sundhäuser
14.03.2026, 23:56 Uhr
Nur mal so angemerkt
In vielen westdeutschen Kitas und Schulen kommt auch kein Schweinefleisch mehr auf den Teller, aus 'Rücksicht' auf muslimische Kinder und Schüler und das war vor 20 Jahren schon so!
Wie war das gleich nochmal, wer muß sich integrieren und anpassen? Ach richtig, der dumme unterwürfige Michel, der tolerant ist bis er weg vom Fenster ist!
diskobolos
16.03.2026, 10:32 Uhr
Sehr gute Analyse, Malu-Marie
Gegenseitiger Respekt und Toleranz von allen Seiten täte unserer Gesellschaft gut.
Sollten wirklich 80% der Schüler dem Islam angehören, sollte die Schule das schon berücksichtigen. Kompromisse sind denkbar.

Wem jetzt die Kinnlade runterklappt: In Thüringen gilt zu Karfreitag ein 24h-Tanzverbot. Die Minderheit der Christen (25%) erwartet da auch, dass ihre religiösen Empfindungen beachtet werden.
Echter Sundhäuser
16.03.2026, 13:31 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert von vgf – Der Kommentar hat zwar einen sachlichen Kern, aber die Umsetzung verletzt klar mehrere unserer Regeln – insbesondere Schmähkritik, Herabwürdigung und pauschale Diffamierung einer Personengruppe.
Echter Sundhäuser
16.03.2026, 14:55 Uhr
@Support/Moderator
Hatte beim verfassen meines Kommentars schon die Befürchtung das dieser nicht freigegeben wird.
Meine Beschreibung war womöglich etwas überspitzt, dürfte aber wohl genau so ablaufen wie ich es beschrieben habe. (war selbst 7 Jahre lang Schüler an einer westdeutschen Großstadtschule und ich kenne solche Vorfälle aus eigener Erfahrung)
Unter dem Vorwand von 'Regeln, Netiquette, gegen Hass und Hetze', usw. legt man bewusst oder unbewusst einen Deckmantel des Schweigens über ungeliebte Wahrheiten.
Damit löst man aber keine Probleme, sondern ist Teil dessen!

Das wollte ich nur mal anmerken.
mfg
Anmerkung techn. Support:
Es ist nicht immer leicht das richtige Maß zu finden.
P.Burkhardt
16.03.2026, 18:55 Uhr
tschuldigung, Herr Nickel:
"Wer da nicht fastet, der ist kein Christ.", wie Sie schreiben - das ist Käse, das wissen Sie sicher selbst... (ich bin z.B. nach all den Missbräuchen aus der Kirche ausgetreten, bin aber dennoch christlich geprägt und versuche mich als Christ zu benehmen ...also sowas wie Mitgefühl, Nächstenliebe, Toleranz usw. an den Tag zu legen - dafür braucht man die Kirche nicht ! )

Die zum Fasten-Übertölpeln eingesetzten "Herrgottsbescheißerle" (für Nichtkenner - Maultaschen, also Fleisch im Teig...ähnlich zu Manti, Pelmeni, o.ä.) sind ein Mythos, der Begriff kam erst sehr viel später auf (selbst recherchieren).

Im Übrigen: Jede Schule entscheidet für sich selbst, wie sie Ordnung und Frieden unter den Schülern aufrecht erhält... und ich halte es bei 80% islamischen Schülern durchaus für sinnvoll, die anderen darauf hinzuweisen. es gibt garantiert auch Schulen, denen das vollkommen egal ist... wem es nicht gefällt, kann ja sein Kind dorthin schicken.

Es gibt auch christliche Schulen (wir haben eine wunderbare evangelische Grundschule in Nordhausen)...

Also, mal immer schön den Ball flach halten, Herr Nickel....
Malu-Marie
16.03.2026, 20:05 Uhr
@Echter Sundhäuser - und die Liebe zum Schweinefleisch
Im Kommentar wird derjenige als "unterwürfig" und "dumm" bezeichnet, der versucht Rücksicht zu nehmen auf die Bedürfnisse von Menschen, die andere Lebensgewohnheiten haben. Doch wird man dadurch gleich zum Opfer? Zum dummen Michel?
Sehen wir es mal anders. Prinzipiell sind über ein fünftel aller Kinder und Jugendlichen Überernährt durch Fette und Zucker, das sind in Deutschland ca. 2 Mio. Personen. Diabetes1, Bluthochdruck bei Jugendlichen und Reizdarmsyptome treten deutlich vermehrt auf. Ernährnungsgewohnheiten werden früh festgelegt. Nun hat Schweinefleisch besonders viele ungesättigte Fettsäuren und ist besonders fett, mithin kalorienhaltig. Über die Qualität von Gemeinschaftsverpflegungsfleisch darf spekuliert werden. Ich möchte hier an den Verkauf des billigen britischen Rindfleisches aus der Post-BSE-Ära an ostdeutsche Mensen erinnern.
Wenn wir es erreichen könnten, dass Kinder und Jugendliche abwechselungsreich, ballaststofreich und nur vegetarisch in den Tagesstätten ernährt würden hätte das Vorteile für die Gesundheit der Kinder. Eine weitgehend pflanzenbasierte Kost mit den vielen verschiedenen Nährstoffen ist gesund, schützt vor zuviel Körpergewicht - wir leben in einer Zeit der Mangelernährung im Überfluss- , reduziert die Umweltbelastung und rettet über 700 Millionen "Schlachttieren" allein in Deutschland das Leben. So geht Menschenschutz und Tierschutz.
bei Christen, Atheisten, Muslimen und vielen anderen.
Noch eine Frage: Der Sundhäuser ist ein Schnaps, oder?
Echter Sundhäuser
17.03.2026, 06:06 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert von vgf – Schmähkritik , Herabwürdigung einer Personengruppe
Echter Sundhäuser
17.03.2026, 06:20 Uhr
@P.Burkhardt
Wie wäre es denn, wenn man den 80% islamischen Schülern beibringt, das sie hier in Deutschland leben und wir nun mal ein christlich geprägtes Land sind mit entsprechenden Kultur und Wertevorstellungen?
Und sie es gefälligst zu akzeptieren haben wenn ihre deutschen Mitschüler kein Ramadan zelebrieren und gerne ihr Gehacktesbrötchen auf dem Schulhof verzehren möchten.
Wem das nicht gefällt, der kann ja gerne wieder dorthin zurückkehren wo er hergekommen ist und unter seinesgleichen ist!
Na was halten sie von diesem Kompromiss?
Das würde doch nachhaltig für Frieden und Ordnung an der Schule sorgen.
RWE
17.03.2026, 08:23 Uhr
Malu-Marie, lassen sie doch ihre grüne Umerziehung
Es ging hier darum um man westdeutschen KiTas "unterwürfig" ist. Das mag ich nicht bewerten. Fakt ist aber, dass die Ernährung und Erziehung der Kinder Sache der Eltern ist. Keinesfalls des Staates oder einer Religionsgemeinschaft. Ich treibe Sport, esse Obst und Gemüse und habe kein Problem mit der Tatsache, dass Tiere für meine Ernährung geschlachtet werden. Ich nehme auch Einladungen zum Schlachten dankend an.
Wenn Moslems ihren Kindern Schweinefleisch untersagen oder das Fasten vorgeschrieben wird, ist es selbstredend ihre Sache. Sie dürfen aber nicht anderen ihre Denkweise vorschreiben. Genauso ist es mit grünen Eltern mit starker "Haltung" und viel Moral. Sollen sie ihre Kinder erziehen und ernähren wie sie wollen. Aber nerven sie nicht ungefragt andere Menschen mit ihren Ansichten. Genausowenig steht es mir, der gerne Tierleichen verspeist, nicht zu, anderen meine Meinung aufzudrücken.
Da fragt man sich doch nicht mehr, warum die Grünen flächendenkend an Bedeutung verlieren, während ein Realpolitiker wie Cem Özdemir, der sich von seiner Bundespartei distanziert, aber Wahen gewinnt und Menschen aller Prägung anspricht.
E20
17.03.2026, 09:31 Uhr
@Malu-Marie
"Wenn wir es erreichen könnten, dass Kinder und Jugendliche abwechselungsreich, ballaststofreich und nur vegetarisch in den Tagesstätten ernährt würden hätte das Vorteile für die Gesundheit der Kinder"
Ein Verzicht auf Fleisch kann zu einem Mangel an Vitamin B12, Eisen, Jod, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren führen. Gesundheitliche Risiken sind also durch eine ausschließlich vegetarische Ernährung vorprogrammiert. Ihre Ernährungsberatung sollten Sie besser für sich behalten.
Und noch eine Anmerkung: Ihren 700 Mio Schlachttieren kann nicht das Leben gerettet werden, da diese letztendlich nur für den Endverbraucher Mensch existieren.
P.Burkhardt
17.03.2026, 09:49 Uhr
@Echter Sundhäuser...
Eine Antwort sei mir gestattet, da hier offenbar mal wieder die Realitäten nicht bekannt sind.

...genau diese Entscheidung (Umgang der Schule mit unterschiedlichen Religionen) muss jede Schule für sich treffen. Im Beispiel von Herrn Nickel hat sich die Schule eben für diesen, von Ihnen und ihm wenig geliebten Weg entschieden. Was wollen Sie jetzt tun, den Schulleiter anzeigen oder beschimpfen ? - oder eben, wie ich angeregt habe, Ihr Kind auf eine andere Schule schicken.... 🤦‍♀️
RWE
17.03.2026, 09:56 Uhr
Echter Sundhäuser, der Kompromiss heißt Leben und Leben lassen
ich sehe den Ursprung unserer Kultur auch in jüdisch-christlichen Traditionen. Wären wir freilich noch voll christlich sozialisiert würden wir auch in Zeit vor Ostern fasten, am Sonntag alle brav in die Kirche gehen und nicht arbeiten...
Der Nichtmoslem muß dem fastenden Schulkamerad sicher nicht sein Schulbrot unter Nase halten.
Umgekehrt haben fastende Kinder niemanden vorzuschreiben, ob er oder sie etwas essen mag oder nicht. Und da dürfen nicht aus falsch verstandener Toleranz, wie immer aus links-grüner Ecke, die Augen verschlossen werden. Das meinte März in seiner ungeschickten art mit Paschas. Gleiches gilt auch, wenn manche muslimische Mädchen rein gar nicht zufälligerweise immmer vor dem Schwimmunterricht kranken werden. Bestimmte Grundregeln haben alle zu gelten, amsonsten gilt: Leben und Leben lassen.
RWE
17.03.2026, 11:49 Uhr
E20 und Malu Marie bezülich der Nahrungsaufnahme
lassen sie doch jedem Essen was mag. Einfach nur schlimm diese heutige Diskussionskultur. Soll der eine doch Schweinefleisch essen bis er Gicht bekommt und der andere Fleischersatzprodukte voller Chemie und/oder Nahrungsergänzungsmittel, um bestimmten Mangelerscheinungen vorzubeugen. Eine Bekannte von mir ist Flexitarier. Wenn die beim Grillen dabei ist, verspeist sie eben Grillkäse, Grillgemüsse und Salat. Niemand macht Witze über sie und sie versucht uns auch nicht zu "bekehren"...
Kobold2
17.03.2026, 13:03 Uhr
Mit dem dorthin
Wo man hergekommen ist, haben ein grosser Teil der Schüler nur eine Fußmarsch, oder kurze Busreise vor sich. Die meisten dürften in Deutschland geboren sein. Wir hatten schon einmal eine Zeit, in der man Menschen dafür verurteilte was ihrer Eltern und Großeltern waren und woher sie kamen. Das Ergebnis ist bekannt. Beschämend ist die Arroganz, mit der hier vom "guten Deuschen" die Missachtung von den Artikeln 1 und 4 des GG vorgetragen und bejubelt wird.
Echter Sundhäuser
17.03.2026, 13:12 Uhr
@P.Burkhardt
Kurz und knapp: ich wähle eine Partei die sowas in Zukunft hoffentlich unterbinden wird!
Wer hierher kommt hat sich zu integrieren und anzupassen und da gibt's auch keine Kompromisse!
Oder ist es schon zuviel verlangt Toleranz von nicht christlichen Religionen einzufordern?
Offensichtlich ja...
Echter Sundhäuser
17.03.2026, 13:35 Uhr
Nahezu volle Zustimmung @RWE
Für ihren Kommentar, bis auf den letzten Satz.
Wo genau im Koran finde ich den?
In welcher Sure und welchem Vers wird der so interpretiert und wenn, warum wird der nicht in jedem Freitagsgebet in jeder Moschee, speziell in Deutschland, wo viele der Muslime hier nur 'Gast' sind, nicht rauf und runter gebetet?
Fragen über Fragen, aber mehr als fromme Sprüche das WIR doch bitte toleranter sein sollen höre ich aus bestimmten Ecken leider nicht.
P.Burkhardt
17.03.2026, 16:17 Uhr
Auch kurz und knapp:
Dann erwarten Sie also, dass die von Ihnen gewählten Partei die grundgesetzlichen Werte Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Gleichbehandlungsgrundsatz zu Ungunsten von migrierten Moslems anpasst ? Da Bildung Ländersache ist, ist es vielleicht möglich, den Schulen im Bundesland Verhaltensweisen vorzuschreiben, die dann allerdings (Ihrer Stoßrichtung folgend) dem Grundgesetz widersprächen... und für eine Grundgesetzänderung brauchen Sie jeweils eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag und Bundesrat... nicht Alles...naja das Wenigste, was Ihre Partei so verspricht, ist auch umsetzbar, lieber Sundhäuser...


Spannend ! ...und ein wenig weltfremd.
Echter Sundhäuser
17.03.2026, 19:25 Uhr
Sie sagen es doch selbst
"Jede Schule entscheidet für sich selbst, wie sie Ordnung und Frieden unter den Schülern aufrecht erhält..."
Es reicht also die Schulleitung auszuwechseln und wenn erstmal parteipolitisch ein anderer Wind in Deutschland weht, dann ergibt sich das von ganz alleine.
Genauso ist doch die letzten Jahrzehnte auch verfahren wurden, da wurden Stellen und Posten auch nur mit Genossen besetzt die die 'richtige' Ideologie vertreten. Und das in sämtlichen Instanzen, Politik, Justiz, Medien usw.
Das lässt sich auch wieder rückgängig machen, wird aber etwas dauern. Gut Ding will eben Weile haben...
P.Burkhardt
17.03.2026, 21:46 Uhr
Sie vergessen...
... dass es Regeln gibt, lieber Sundhäuser, an die sich auch Schulleiter und Landesregierungen halten müssen... ich dachte, ich hätte das recht deutlich gemacht... aber okay, sehen wir wie es am Ende ausgeht. Ich glaube allerdings, dass die Karten für völkisch, rückwärtsgewandte eher schlecht sind... wir werden sehen... 😉

Wir sehen es doch in Italien, wie sich eine stramm-rechte Regierung den Gegebenheiten anpassen muss... von mir aus soll sich doch die Partei, die Sie wählen, an der Realität abarbeiten.... sie wird genauso ihre Versprechen kassieren müssen, wie die Italiener. Es ist nun mal ein Fakt, dass eine Regierung die Realität nicht ändert, sondern sie nur verwaltet. Aber... das begreift die Partei, die Sie wählen früher oder später auch noch...und wenn nicht, ist sie halt auch weg von den Fleischtöpfen, an die sie so gerne mit Überkreuzbeschäftigung möchte... kein Verlust...

Ich fände es wichtiger, Kinder in unserem Land auf das Leben in unserem Land vorzubereiten, ihnen Wissen und Können zu vermitteln (Aufgabe der Schulen) , wobei es vollkommen egal ist, ob diese Kinder, die künftig mal unsere Rente bezahlen sollen, Schweinefleisch essen oder nicht, Ramadan abhalten, fasten oder sonst irgendwelchen Gepflogenheiten frönen... das ist doch alles ideologische Kinderkacke, oder ? ... auch dem nach eigener Beschreibung gebildetem Herrn Nickel sollte das bewusst sein..er sollte halt nur mal einen Schritt weiter denken...
Malu-Marie
18.03.2026, 00:15 Uhr
@E20 - Mangelernährung
Mir geht es nicht darum, jemandem Fleisch zu verbieten, sondern darum, dass eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung nachweislich gesundheitliche Vorteile haben kann – auch für Kinder. Eine gut geplante vegetarische Ernährung kann alle wichtigen Nährstoffe liefern. Aber, da haben Sie recht, es gibt es kritische Nährstoffe ( Eisen und Vitamin B12), aber das gilt für jede Ernährungsform.
Auch eine fleischhaltige Ernährung kann zu Defiziten führen, etwa bei Jod, Vitamin D, Vitamin C und Ballaststoffen, weil diese überwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln stammen.
Die gesättigten Fettsäuren des Schweinefleisches können manchen Menschen schaden, ebenso wie die die dort enthaltene Arachidonsäure. Diese Fettsäure kommt in höherer Menge in Schweinefleisch vor und kann im Körper Entzündungs-, Schmerz- und Immunprozesse verstärken , z.B. u.U. bei Rheumapatienten.
Bei einer Großküche, die vegetarisch ernährt setze ich die Kenntnisse für eine gute vegetarische Ernährung voraus. Die Eltern können ja abends das Fleisch, das sie ihren Kindern geben wollen geben. Dann können die Eltern die Qualität des Fleisches bestimmen, z.B. bio oder nicht. Schwein oder Huhn, oder auch Fisch( Omega‑3‑Fettsäuren - sind aber auch durch Algenöl ersetzbar)
Der Satz ‚"Sie können Ihre Ernährungsberatung für sich behalten" ersetzt kein Argument. Solche Bemerkungen zielen darauf ab, jemanden klein zu machen, ihn zu verunsichern oder ihn emotional aus dem Gleichgewicht zu bringen. Sie vermeiden auf autoritär belehrende Weise eine inhaltliche Auseinandersetzung. Ein sachlicher Austausch wäre hilfreicher.

Und zum Thema Tierwohl: Natürlich geht es m Endeffekt darum, möglichst wenig Tiere zu züchten. Wir beuten Tiere auf entsetzliche Weise aus, wir gewinnen ihr Vertauen., nur zu dem Zweck ihnen später die Schlagadern aufzuschneiden Weniger Nachfrage bedeutet automatisch weniger Tierleid. Das betrifft nicht nur die Großbetriebe. Ich kenne Eichsfelder Schlachttiere, die bis vor kurzem noch in sehr dunklen Ställen gehalten wurden, damit sie schneller "schlachtreif" wurden. Schweine zum Beispiel haben die Intelligenz von Hunden. Wir lassen sie leiden -wir dürfen das nicht tun, wenn dieses Leid vermeidbar ist.
Echter Sundhäuser
18.03.2026, 04:34 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert von vgf – Sorry, aber da sind wir jetzt aber ganz schön weit weg vom Essen.
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