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Fr, 14:43 Uhr
24.12.2021
Trotz extremer Bedingungen:

Infrastruktur-Reform erfolgreich umgesetzt

Der 1. Januar 2021 markierte eine Zeitenwende in der Geschichte der deutschen Autobahnen. An diesem Tag hat der Bund Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Verwaltung und Finanzierung der Autobahninfrastruktur übernommen. Jetzt zieht die Niederlassung Ost der Autobahn GmbH des Bundes die erste Jahresbilanz...

Nachtbaustelle A 9 (Foto: Autobahn GmbH) Nachtbaustelle A 9 (Foto: Autobahn GmbH)
Seit Jahresbeginn 2021 liegt die Verantwortung für die rund 13.000 Autobahnkilometer in Deutschland in der Hand des Bundes. Damit wurde nach über 70 Jahren Auftragsverwaltung der Bundesfernstraßen durch die Länder eine neue Epoche in der deutschen Autobahngeschichte eingeleitet. Dem voraus ging ein komplexer und in sehr kurzer Zeit umgesetzter Transformationsprozess.

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Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, zeigt sich rückblickend zufrieden: „Entgegen aller Kritik und Schwarzmalerei gelang die Initialzündung der Autobahn GmbH zum geplanten Stichtag. Wir haben in kürzester Zeit enorme Herausforderungen gemeistert. Möglich wurde dieser Kraftakt durch den unermüdlichen Einsatz der Beschäftigten der Autobahn GmbH. Mit Herzblut und Sachverstand schafften die Autobahnerinnen und Autobahner in nur zwei Jahren ein unglaubliches Pensum. Diese Teamleistung hat sich gelohnt und lässt uns optimistisch ins nächste Jahr gehen.“

Frostiger Jahresbeginn
Das Jahr begann stürmisch – im Wortsinn: Diverse Tiefdruckgebiete bescherten der Niederlassung Ost der Autobahn GmbH eine Bewährungsprobe, wie sie intensiver nicht hätte ausfallen können. Rund um Magdeburg, in den sächsischen Höhenlagen und im Thüringer Wald waren Schneehöhen von bis zu einem Meter über mehrere Wochen ein echter Gradmesser für den Betriebsdienst. „Rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche wurden die Autobahnen von unseren 18 Autobahnmeistereien von Schnee befreit und in einen befahrbaren Zustand gebracht. Wir brauchten keine Eingewöhnungsphase“, sagt Prof. Dr.-Ing. Klaus Kummer, der Direktor der Niederlassung Ost. Vielmehr fuhren die Winterdienstfahrzeuge pünktlich zum Neujahrstag und standen für längere Zeit nicht mehr still.

Bau: Fast 300 Millionen Euro investiert
Der meteorologische Frühlingsbeginn läutete traditionell die Bausaison ein. Neben vielen Streckenkilometern an Erhaltungsmaßnahmen und umfangreichen Instandsetzungen an Bauwerken wurden die beiden Neubauprojekte, die Nordverlängerung der A 14 und der Lückenschluss der A 72, weiter vorangetrieben. „2021 war ein gutes Jahr für unsere Autobahnen! Wir haben in Mitteldeutschland fast 300 Millionen Euro in die Infrastruktur der Autobahnen investiert. Mehr als 100 Projekte wurden in diesem Jahr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen koordiniert, davon 27 größere Fahrbahnerneuerungen“, erläutert Klaus Kummer.

Dass dies gelang, hat sich an diversen erfolgreichen Projekten gezeigt: Umfassende Brückensanierungen bei Hohenwarthe (A 2) oder am Autobahndreieck Wilsdruff (A 4), die längste Erhaltungsmaßnahme im Niederlassungsgebiet bei Halle (A 9), eine zielgerichtete Erweiterung an Lkw-Stellflächen im Eichsfeld (A 38) und viele mehr. Bau und Verkehr wurden und werden hierbei aus einer Hand gedacht.

Nachwuchs ist Investition in die Zukunft
Mit der Übernahme der Verantwortung durch die Autobahn GmbH war der Aufbau der Niederlassung Ost jedoch noch nicht abgeschlossen. Quasi „unter laufendem Verkehr“ wurden Aufbau und Tagesgeschäft miteinander vereint. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf qualifiziertem Nachwuchs. Dies gilt für technische Berufe und die Verwaltung gleichermaßen. „Mit Stolz blicken wir auf unseren ersten eigenen Ausbildungsjahrgang. Zusammen mit den Studierenden des dualen Studienganges Bauingenieurwesen an der BA Glauchau bilden sie unsere wertvollste Investition in die Zukunft“, fügt Klaus Kummer an.

Mehr Service im nächsten Jahr
Das Jahr 2022 wirft bereits seine ersten Schlaglichter voraus: Mit einer verbesserten bundesweiten Koordination durch ein sogenanntes Korridormanagement werden neue, anspruchsvolle Aufgaben übernommen. Der Servicegedanke steht dabei im Vordergrund, sei es durch technische Neuerungen, wie beispielsweise die Autobahn-App, oder durch praktikable Lösungen zur Vermeidung von Verkehrseinschränkungen. Im kommenden Jahr werden die Ergebnisse der aktuell laufenden Straßenverkehrszählung erwartet, die pandemiebedingt auf das Jahr 2021 verlegt wurde.

„Wir tragen wesentlich dazu dabei, die Prognosen für die Zukunft der Autobahnen mit Datenmaterial zu versorgen. Unabhängig von den statistischen Zahlen wandelt sich der Verkehr aber ohnehin permanent. Darauf vorbereitet zu sein ist zu jeder Zeit unser Anspruch. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es bundesweit die wenigsten Staus. Damit das so bleibt, investieren wir weiterhin tatkräftig in die Autobahnen und sorgen mit voller Tatkraft im Betriebsdienst für Innovationen, Nachhaltigkeit, Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit“, ergänzt Klaus Kummer.

Weitere Bauprojekte stehen in den Startlöchern. Mit dem feierlichen Baubeginn der Autobahnumfahrung Stendal wurden zwei weitere Verkehrseinheiten der Nordverlängerung der A 14 für den Bau freigegeben. Der Straßenbau wird auch im letzten Abschnitt der A 72 im Fokus liegen, nachdem dort in diesem Jahr vor allem der Brückenbau vorangetrieben wurde.
Autor: psg

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Kommentare
Kobold2
24.12.2021, 15:16 Uhr
klopft euch
nur weiter auf die Schulter. vielleicht findet ihr jemand der euch gratuliert.
Im internationalen Vergleich dauern die Baustellen viel zu lange. Das Ausland lächelt nur müde und macht seine Witze. Die A73 ist seit Jahren zwischen Suhl und Schleusingen für LKW auf 60km/h begrenzt! die Sanierung der A4 bei Gera soll bis 2023 dauern. Im Vergleich hat man da an anderen Orten in Europa neu gebaut. Fährt man die A 9 Richtung Süden ist ab 16-17Uhr niemand mehr zu sehen, während man weiter südlich, in Bayern noch arbeitet.
Gleiches an den Baustellen dieses Jahr auf der A71, 40km/h bis 19 Uhr, danach 60km/h, nur war ab 16Uhr keiner mehr zu sehen, der da noch arbeitet.
LKW Parkplätze bleiben Mangelware und die nötige Offensive ist wohl auch nicht in Sicht. ebenso entsprechende Lärmschutzmaßnahmen an den schon bestehenden Parkplätzen.
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