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Mo, 11:54 Uhr
24.02.2020
Pendlerbewegung

Kreisgrenzen sind keine Barrieren, wenn es um den Job geht

Zahlreiche Frauen und Männer stiegen im Jahr 2019 ins Auto, in Busse, Bahnen oder aufs Fahrrad, um an einen auswärtigen Arbeitsplatz zu kommen. Im Landkreis Mansfeld-Südharz gab es zuletzt 41.939 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. 17.002 von ihnen hatten ihren Wohnsitz im Landkreis und pendelten zur Arbeit in andere Regionen. Das waren die sogenannten Auspendler. Auf der anderen Seite gab es 8.532 Arbeitnehmer, die zur Arbeit in unseren Landkreis kamen. Hier wird von Einpendlern gesprochen...

Während die Zahl der Auspendler im Vergleich zu 2018 nur gering gestiegen ist (+19), gab es bei den Einpendlern in den Landkreis ein deutliches Plus (+260). Noch stärker zeigt sich diese Steigerung im 10- Jahresrückblick. Im vergangenen Jahr 2019 gab es 1.743 mehr Einpendler in unsere Region als 2009.

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„Was uns als Region zugutekommt, ist unsere infrastrukturelle Lage. Die Autobahnanbindungen und die Nähe zur Wirtschaftsregion Halle/Leipzig sind wichtige Standortvorteile. Das erleichtert die Entscheidung zum Pendeln, “ sagt die Agenturchefin Martina Scherer.

In welche Gegenden und Branchen wurde gependelt?

Die TOP drei der Auspendlerregionen waren Halle (2.936 Beschäftigte), der Saalekreis (2.323 Beschäftigte) und der Salzlandkreis (1.797 Beschäftigte). Ähnlich verhält es sich bei den Einpendlern in unseren Landkreis (Saalekreis- 1.453, Salzlandkreis- 1.292 und Kyffhäuserkreis- 1.205 Beschäftigte).

Vor allem das verarbeitende Gewerbe lockte die Beschäftigten von MSH in andere Gegenden. Allein 3.147 Pendler entfielen auf diese Branche (z.B. Maschinenbau 543 Beschäftigte). Aber auch im Baugewerbe (2.056 Beschäftigte) und Handel (2.043 Beschäftigte) waren die Auspendlerzahlen hoch.

Bei den Einpendlern in den Landkreis gab es die meisten auswärtigen Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe (1.961), dem Handel (1.405) und dem Gesundheits- und Sozialwesen (1.237).

Um einer Arbeit nachzugehen und damit sein Auskommen zu sichern, ist Pendeln mittlerweile keine Ausnahme mehr, eher die Normalität. Die Hauptgründe für das Pendeln sind die gestiegene Mobilität, die besseren Beschäftigungsmöglichkeiten und eine höhere Attraktivität der Arbeitsplätze im Vergleich zwischen Wohn- und Arbeitsort. Digitalisierung und vernetztes Arbeiten bieten dabei neue Möglichkeiten für individuelle Lösungen. Flexible Arbeitszeiten eröffnen eine bessere Balance von Arbeitszeit und Privatleben.

Autor: nis

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