Fr, 15:03 Uhr
23.09.2016
Asylbewerber im Landkreis
Leben, lernen, arbeiten
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Sangerhausen, Dr. Martina Scherer, hatte am Freitag zu einem Pressegespräch eingeladen. Inhalt war es, über die bisherige Arbeit mit den Asylbewerbern im Landkreis zu informieren.
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Sangerhausen, Dr. Martina Scherer bei ihren Ausführungen (Foto: bwi)
Seit einem Jahr hat sich die Arbeit wesentlich verbessert und es wurde von den Mitarbeitern viel geleistet. Die größte Barriere war die Sprachverständigung. So wurden z.B. Sprachmittler eingestellt und derzeit befinden sich einige Mitarbeiter der Agentur in der Englisch-Ausbildung.
Das Wissen um die Zusammensetzung der flüchtigen Menschen ist gestiegen. So haben laut einer bundesweiten Studie 74 Prozent der arbeitsuchenden Flüchtlinge keine abgeschlossene Ausbildung, lediglich 5 Prozent besitzen eine schulische Ausbildung und 9 Prozent einen akademischen Abschluß.
Die Kulturen sind in jedem Land andere, auch damit musste man sich bei der Agentur auseinandersetzen. Pünktlichkeit, unterschiedliche Sprachen und die Menthalitäten waren und sind eine weitere Herausforderung für Agentur für Arbeit und das Jobcenter im Mansfelder Land.
Wichtig war und wird bleiben, dass ein Netzwerk aufgebaut wurde, in dem viele Partner wirken. Zu ihnen gehören vorallem einheimische Unternehmen. Im September fand mit ihnen eine Zusammenkunft statt, die gut besucht war. Das große Interesse an den Flüchtlingen als Arbeitskraft ist vorhanden, aber es wird ein langer Prozeß sein, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren, da oftmals die Voraussetzungen fehlen. Wie ein roter Faden ziehen sich die deutschen Sprachkenntnisse durch.
In die Ausbildung muss investiert werden, wie Dr. Scherer sagte. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind flüchtlingsbezogen vorhanden und haben keinerlei Auswirkungen auf deutsche Arbeitsuchende.
Während des Pressegespräches wurde ein positives Beispiel einer erfolgreichen Integration eines Flüchtlings erlebbar dargestellt. Dazu erfahren Sie in einer der nächsten msh-online-Ausgaben Näheres.
Brigitte Wischalla
Autor: bwi
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Sangerhausen, Dr. Martina Scherer bei ihren Ausführungen (Foto: bwi)
Seit einem Jahr hat sich die Arbeit wesentlich verbessert und es wurde von den Mitarbeitern viel geleistet. Die größte Barriere war die Sprachverständigung. So wurden z.B. Sprachmittler eingestellt und derzeit befinden sich einige Mitarbeiter der Agentur in der Englisch-Ausbildung.
Das Wissen um die Zusammensetzung der flüchtigen Menschen ist gestiegen. So haben laut einer bundesweiten Studie 74 Prozent der arbeitsuchenden Flüchtlinge keine abgeschlossene Ausbildung, lediglich 5 Prozent besitzen eine schulische Ausbildung und 9 Prozent einen akademischen Abschluß.
Die Kulturen sind in jedem Land andere, auch damit musste man sich bei der Agentur auseinandersetzen. Pünktlichkeit, unterschiedliche Sprachen und die Menthalitäten waren und sind eine weitere Herausforderung für Agentur für Arbeit und das Jobcenter im Mansfelder Land.
Wichtig war und wird bleiben, dass ein Netzwerk aufgebaut wurde, in dem viele Partner wirken. Zu ihnen gehören vorallem einheimische Unternehmen. Im September fand mit ihnen eine Zusammenkunft statt, die gut besucht war. Das große Interesse an den Flüchtlingen als Arbeitskraft ist vorhanden, aber es wird ein langer Prozeß sein, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren, da oftmals die Voraussetzungen fehlen. Wie ein roter Faden ziehen sich die deutschen Sprachkenntnisse durch.
In die Ausbildung muss investiert werden, wie Dr. Scherer sagte. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind flüchtlingsbezogen vorhanden und haben keinerlei Auswirkungen auf deutsche Arbeitsuchende.
Während des Pressegespräches wurde ein positives Beispiel einer erfolgreichen Integration eines Flüchtlings erlebbar dargestellt. Dazu erfahren Sie in einer der nächsten msh-online-Ausgaben Näheres.
Brigitte Wischalla