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Peter Blei unterwegs

Kirche zieht per Hubschrauber um

Montag, 11. September 2017, 06:56 Uhr
Die Stabkirche beim Albrechtshaus (nahe Stiege ) soll umgesetzt werden. Dadurch soll ihr Erhalt gesichert und die Erreichbarkeit dadurch deutlich verbessert werden. Ein Verein wurde gründet und somit wurde erst mal die Grundlage für diese interessante Projekt geschaffen...


Der Verein hat jetzt gut 60 Vereinsmitglieder und versucht nun das Projekt in die richtigen Bahnen zu lenken. Für die Umsetzung gibt es drei Varianten:
  • Die Umsetzung mit einen Hubschrauber. Die Kirchturm müsste unter anderem zurückgebaut werden. Was noch dafür spricht, die Kirche steht auf einen Fundament und könnte in einen Stück abtransportiert werden. Es wird kein bewohntes Gebiet überflogen. Der Hubschrauber schafft bis zu 40 Tonnen Last.
  • Die Kirche wird in große Stücke zerteilt und mit der Bahn transportiert.
  • Sie wird komplett zerlegt und alle Teile müssen nummeriert werden. Das ist die aufwendigste Variante. Alles wird dann per LKW nach Stiege geschafft. Und dort wieder in aufwendiger Arbeit zusammen gepuzzelt.
  • Es könnte auch zu einer Mischvariante werden. Also Hubschrauber und Zug.
Ein Grundstück für den neuen Standort wurde schon mal gepachtet. Jetzt kommt natürlich das liebe Geld wieder ins Spiel. Der Verein muss unbedingt Besitzer der Kirche werden, sonst können keine Fördermittel beantragt werden. Die Gesamtkosten sollen etwa 500.000 Euro betragen.

Diese Summe soll durch Spenden, Sponsoren und Fördermitteln erreicht werden. Geplant ist für die Umsetzung 2019/20. Am gestrigen Tag des offenen Denkmals konnten die Besucher die Kirche nochmal von Innen betrachten. Frau Pilz erklärte noch mal die Entstehung des Standortes mit der Klinik und der Kirche.

Die Kirche wurde 1905 fertiggestellt. Laut einer Überlieferung soll ein skandinavischen Patient als Dank für die Heilung von der Tuberkulose die Kirche gespendet haben. Diese Geschichte kann nicht belegt aber auch nicht widerlegt werden. 1991 1993 wurde durch ABM der Fußboden erneuert und eine Fußbodenheizung eingebaut. Die Kirche innen und außen komplett gestrichen. Das Dach wurde auch erneuert und mit Ziegeln neu eingedeckt. Anfang des neuen Jahrtausend wurde das Objekt nach mehrfachen Vandalismus dann gesichert. 

Auf der Homepage des Vereines ist zu lesen: "Alle sagten: 'Das geht nicht.' Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es gemacht."
Peter Blei
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