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Fr, 07:00 Uhr
06.10.2017
Lichtblick

Angenehme Erinnerungen

Der erste Herbststurm ist da und wir wünschen uns die Sonne zurück. Bei diesem unangenehmen, grauen, kalten und nassen Wetter, ist es sehr gut nachvollziehbar, wenn sich jemand die schönen Sommertage zurückwünscht. Es ist sofort klar, was gemeint ist...


Viele können dann förmlich die Sonnenstrahlen und die Wärme spüren. Das sind sehr angenehme Erinnerungen. Wie gern schwelgen wir in schönen Erinnerungen. Von Paul Hörbiger, einem Schauspieler aus Österreich, der oft mit Hans Moser aufgetreten ist, ist der Satz überliefert: „Für angenehme Erinnerungen muss man im Voraus sorgen.“

Je älter wir werden, umso mehr Erinnerungen sammeln sich an. Zugegeben, auf manche hätte man auch gern verzichtet oder will sie lieber vergessen, aber sie sind da und gehören zu uns. „Ach, weißt du noch, damals, ?“ beginnen die schönen Erinnerungen und ein Lächeln geht über unser Gesicht. Manchmal verlieren wir uns fast in Gedanken und genießen diese Erinnerungen. Umso erstaunlicher finde ich den Gedanken: „Für angenehme Erinnerungen muss man im Voraus sorgen.“

Das klingt erst lustig, ist aber dennoch kein lächerlicher Gedanke. Lebe ich nicht etwas bewusster, wenn ich mir heute Gedanken darüber mache, worauf ich später mal zurückblicken möchte. Sicher, wir haben es nicht zu einhundert Prozent in der Hand, woran wir uns erinnern. Aber warum nicht den Versuch starten, schöne Erinnerungen zu schaffen. Manchmal begegnen uns wohl auch Situationen, die zu Erinnerungen werden, in denen irgendwie Gott eine Rolle spielt. Für den einen „nur“ mit dem Gedanken: Da hat einer seine Hand über dich gehalten!“ oder dem Urlaubs-Gefühl eine Kirche besucht zu haben, in der man eine Kerze anzünden konnte.

Für andere mit ganz klaren Erlebnissen, die ihren Glauben, ihr Vertrauen in diesen Gott prägen. Jakob, ein Mensch, über den das Alte Testament berichtet, sagt in einer schweren Zeit aus seinen Erinnerungen heraus: „Ich lasse dich nicht los, Gott, es sei denn du segnest mich.“ Aus seinen Erinnerungen, die durch viele Erfahrungen entstanden sind, bringt er den Mut auf, zu vertrauen und fühlt sich zugleich geborgen. So übersteht er schwierige Zeiten.
Pastorin Steffi Wiegleb
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