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Do, 05:00 Uhr
24.08.2017
Integration von Muslimen in Deutschland

Deutliche Fortschritte spürbar

Seit den 1960er Jahren wächst die muslimische Bevölkerung in Westeuropa. In Deutschland leben rund 4,7 Millionen Muslime, von denen jeder Vierte erst nach 2011 ins Land kam. Trotz gesellschaftlicher Spannungen macht die Integration deutliche Fortschritte. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des Religionsmonitors 2017 der Bertelsmann Stiftung...


Die Integration muslimischer Einwanderer in Deutschland macht deutliche Fortschritte. Spätestens seit der zweiten Generation sind sie mehrheitlich in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Das zeigt der Religionsmonitor 2017 der Bertelsmann Stiftung, der Sprachkompetenz, Bildung, Teilhabe am Arbeitsleben und interreligiöse Kontakte von Muslimen in Westeuropa untersucht hat.

Deutschland sehen die Forscher auf einem guten Weg, auch wenn die Integrationserfolge von Teilen der Gesellschaft zu wenig anerkannt werden. Besonders erfolgreich verläuft in Deutschland die Integration der rund 4,7 Millionen hier lebenden Muslime (Bevölkerungsanteil 5,7 Prozent) in den Arbeitsmarkt. Inzwischen unterscheidet sich die Erwerbsbeteiligung von Muslimen nicht mehr vom Bundesdurchschnitt der deutschen Erwerbsbevölkerung: Rund 60 Prozent arbeiten in Vollzeit, 20 Prozent in Teilzeit, und die Arbeitslosenquote gleicht sich ebenfalls an. Einwanderer profitieren maßgeblich vom hohen Arbeitskräftebedarf. Aber auch die Öffnung des Arbeitsmarktes durch schnellere Arbeitsgenehmigungen, kommunale Initiativen zur Job-Vermittlung und Sprachkurse macht sich positiv bemerkbar.

Für die meisten ist Deutsch die Erstsprache
Mit Deutsch als erster Sprache wachsen 73 Prozent der in Deutschland geborenen Kinder von muslimischen Einwanderern auf. Ihr Anteil steigt von Generation zu Generation. Das gilt auch für das Niveau der Schulabschlüsse. Die Angleichung an die durchschnittliche Schulabschlussquote aller Schüler verläuft in Deutschland allerdings langsamer als etwa in Frankreich. Dort verlassen nur elf Prozent der Muslime vor Vollendung des 17. Lebensjahrs die Schule. In Deutschland gilt das für 36 Prozent.

Einen Grund für den Unterschied sehen die Wissenschaftler im Schulsystem: In Frankreich lernen die Kinder länger gemeinsam und können so Startnachteile besser ausgleichen. Trotz höherer Schulabschlüsse sind in Frankreich Muslime im Vergleich zur Gesamtbevölkerung allerdings überdurchschnittlich oft arbeitslos und arbeiten seltener in Vollzeit. „Der internationale Vergleich zeigt, dass nicht Religionszugehörigkeit über die Erfolgschancen von Integration entscheidet, sondern staatliche, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen“, sagt Stephan Vopel, Experte für gesellschaftlichen Zusammenhalt der Bertelsmann Stiftung.

Auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt

Auch der Einkommensvergleich zwischen deutschen und britischen Muslimen unterstreicht die Abhängigkeit von staatlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. In Deutschland fällt es hochreligiösen Muslimen schwer, einen Job zu finden, der ihrem Qualifikationsniveau entspricht. Sie verdienen erheblich weniger als Muslime, die ihre Religion nicht praktizieren. Anders in Großbritannien: Dort sind sehr religiöse Muslime bei gleicher Qualifikation in den gleichen Berufsfeldern vertreten
wie weniger fromme Muslime.

Religiosität in fünf europäischen Ländern - Muslime im Vergleich zur Gesamtbevölkerung (Foto: Bertelsmann Stfitung)

„Muslime im Vereinigten Königreich profitieren offensichtlich von einer Chancengleichheit, die wesentlich durch die dortige institutionelle Gleichstellung des Islam mit anderen Religionen befördert wurde. Das Bekenntnis zum Glauben und die Ausübung der Religion sind im Arbeitsleben kein Tabu“, sagt Yasemin El-Menouar, Islam-Expertin der Bertelsmann Stiftung. Beispielsweise dürfen britische Polizistinnen schon seit zehn Jahren im Dienst ein Kopftuch tragen.

El-Menouar sieht in Deutschland Nachholbedarf bei der rechtlichen Anerkennung muslimischer Religionsgemeinschaften und in der Antidiskriminierungspolitik: „Religiöse Symbole sollten nicht für Nachteile bei Bewerbungen sorgen, und religiöse Bedürfnisse wie Pflichtgebete und Moscheegänge sollten auch mit Vollzeitjobs vereinbar sein.“ Dies würde einem bedeutenden Teil der Muslime die Integration erleichtern, denn 40 Prozent von ihnen bezeichnen sich als hochreligiös. Die bisher bereits erzielten Erfolge in der Integration lassen sich auch daran ablesen, dass 84 Prozent der in Deutschland geborenen Muslime ihre Freizeit regelmäßig mit Nicht-Muslimen verbringen. Fast zwei Drittel der Muslime geben an, dass ihr Freundeskreis mindestens zur Hälfte aus Nicht-Muslimen besteht. Jeder zweite Muslim hat einen deutschen Pass und 96 Prozent von ihnen betonen ihre enge Verbundenheit mit Deutschland.

Diese Integrationsleistungen finden nicht überall Anerkennung. 19 Prozent der Bürger in Deutschland geben an, keine Muslime als Nachbarn haben zu wollen. „Wenn sich Gesellschaften verändern, wird das immer auch als spannungsreich empfunden“, sagt Vopel. Um Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, nennt der Religionsmonitor drei zentrale Hebel: Erstens die Chancen auf Teilhabe zu verbessern, insbesondere im Bildungssystem. Zweitens den Islam als Religionsgemeinschaft institutionell gleichzustellen und somit religiöse Vielfalt anzuerkennen. Und drittens interkulturelle Kontakte und interreligiösen Austausch in Schule, Nachbarschaft und Medien zu fördern.
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Kommentare

24.08.2017, 06.36 Uhr
N. Baxter | achherje
eine Berühungspille für das besorge Volk...
24.08.2017, 08.40 Uhr
otto | also
der Autor dieses Artikels lebt sicher nicht in Deutschland - oder?
Ich habe das Gefühl, dass sich die Deutschen integrieren sollen und müssen. Deutschland wird Islamland werden - und das ist sicher!!
24.08.2017, 08.49 Uhr
Flitzpiepe | Die Religionsstreitigkeiten sind die Ursache
von fast allen derzeitigen Problemen auf der Welt.
Wenn da jetzt noch eine Religion in Deutschland zum Global Player werden will, kann es nur noch schlechter werden.
24.08.2017, 10.09 Uhr
tannhäuser | Und die Christen?
Die sind wohl schon alles integrierte Engel, bevor sie erstmals deutschen Boden betreten haben?

Viele Konflikte in Asylheimen haben ihren Ursprung in der Religion. Sind da immer nur Muslime schuld?

Es gibt auch religiöse Eiferer, die nicht von Imamen aufgehetzt werden.
24.08.2017, 10.15 Uhr
Werner23 | Von wegen integriert - genau das Gegenteil ist der Fall
Wo Bertelsmannstiftung draufsteht, ist Lug und Betrug Programm. Mohammedaner sind nirgends gerne gesehen. Vor allem wegen ihrer geringschätzenden und abwertenden Einstellung Andersgläubiger. Wie viele Schriftsteller aus den eigenen Reihen müssen denn noch vor den Folgen der Islamisierung eindringlichst warnen. Hamed-Abdel Samad, Sabatina James, Salman Rushdie und noch viele mehr, haben genug zum Thema Muslime verfasst. In den muslimischen Ländern gehen die sich gegenseitig an die Gurgel und einen demokratischen Staat lehnen ALLE ab. Diese Ideologie ist nicht kompatibel mit dem Westen. Von wegen integriert, die leben auf unsere Kosten, fordern noch das wir uns anpassen.
24.08.2017, 11.02 Uhr
Mueller13 | Die Integration der Deutschen geht voran...
Herausgeber Bertelsmann-Stiftung - der erfahrene Leser sollte an dieser Stelle die Studie eigentlich wegpacken...

BS: "In Deutschland leben rund 4,7 Millionen Muslime, von denen jeder Vierte erst nach 2011 ins Land kam."
-> Lassen Sie es uns genauer terminieren: ab dem 4.9.2015 kamen sie

BS: "Spätestens seit der zweiten Generation sind sie mehrheitlich in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen."
->
1. Wenn ein großer Teil erst 2015 ins Lang gekommen ist, wie können sie dann schon in der zweiten Generation angekommen sein?
2. Diese Studie widerspricht den bisherigen Schriftstücken zu dieser Thematik
z.B. ein Welt-Artikel von 2009 (die Situation hat sich seit dem sicherlich nicht verbessert):
"Warum Türken bei der Integration nicht mitspielen" (Zitate):
- Eine neue Studie belegt: Viele türkischstämmige Migranten in Deutschland wollen sich nicht integrieren. Sie isolieren sich in ihren Wohnbezirken und verweigern sich der Eingliederung in die deutsche Gesellschaft.
- Obwohl die meisten Türkischstämmigen seit langem hier leben und knapp die Hälfte von ihnen hier geboren wurde, zeigen viele kaum Bereitschaft, sich in die Gesellschaft einzugliedern. Keine Zuwanderergruppe unterscheidet sich im Negativen stärker von den Deutschen
- Denn nicht nur kam die erste Generation, billige Arbeitskräfte, häufig ohne jeden Schul- oder Berufsabschluss, sondern auch ihre Kinder und Enkel lassen wenig Bildungsmotivation erkennen
- Zu einer Vermischung mit der Mehrheitsgesellschaft, die in anderen Zuwanderergruppen stetig voranschreitet, kommt bei den Türken kaum voran. Beleg dafür ist der geringe Anteil bikultureller Ehen: Er liegt nur bei fünf Prozent. Ein Grund dafür dürfte wie bei vielen Menschen aus dem Nahen Osten der muslimische Glaube sein. Auch in der zweiten Generation steigt der Anteil der Ehen mit Deutschen bei türkischstämmigen Migranten nur minimal. Parallelgesellschaften, die einer Angleichung der Lebensverhältnisse im Wege stehen, sind die Folge.
- Im Durchschnitt am besten eingegliedert sind laut der neuen Studie des privaten Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung die rund zwei Millionen Menschen aus anderen EU-Staaten... Ebenfalls gute Integrationswerte weisen die Aussiedler auf... Beide Gruppen haben ...kaum Probleme dabei, Anschluss an die Mehrheitsgesellschaft zu finden und sich in die Gemeinschaft zu integrieren.

Quelle: https://www.welt.de/politik/article3088721/Warum-Tuerken-bei-der-Integration-nicht-mitspielen.html


Und dieser Abschnitt ist blanker Hohn:
BS: "Besonders erfolgreich verläuft in Deutschland die Integration der rund 4,7 Millionen hier lebenden Muslime (Bevölkerungsanteil 5,7 Prozent) in den Arbeitsmarkt."

Dazu die TAZ (genau das linke Blatt): Jeder zweite Berliner türkischer Herkunft lebt von Sozialleistungen. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, die heute veröffentlicht wird. Allein die Arbeitslosenquote der türkischstämmigen Migranten liegt demnach bei 44 Prozent.

Quelle: http://www.taz.de/!5176721/

Diese Studie ist einfach nur eine billige Wahlkampfhilfe von Liz Mohn für ihren Spezi Angela... hochgradig peinlich. Hätte ich mich doch an meinen ersten Satz gehalten!

Weiterführende Quellen:
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4768658/Oesterreich-verliert-zweite-Generation

https://www.bayernkurier.de/inland/14360-fuer-viele-steht-der-islam-ueber-dem-grundgesetz/

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/junge-deutsch-tuerken-halten-sich-fuer-religioeser-als-die-alten-a-1097936.html
24.08.2017, 11.58 Uhr
LieberNicht | Selten so gelacht.
Ich muss mir auch mal unbedingt eine Stiftung zulegen die mir Studien für Steuergeld erstellt.
Einfach Klasse - da braucht man kein politisches Kabarett mehr.
Lange wird es nicht dauern bis Erdogan zur nächsten Demo aufruft und zig tausende ihrem Führer folgen.
24.08.2017, 12.11 Uhr
Frank1966 | Da müssen sich Liz und Friede besser absprechen!
Wenn man die folgenden Zeilen liest, fragt man sich doch, welchen Unfug dieser Islamexperte erzählt. Das hätten wir doch gewusst. Außerdem sitzen die wirklichen Experten hier in Deutschland. Gibt es eigentlich schon Pläne, den Namen Deutschland abzuschaffen. Ich könnte mir vorstellen, das dieser, die Gefühle der Alleinreisenden verletzt.

Ich verachte Terror oder jegliche Gewalt, aber manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich mir wünsche, das Gestalten wie Claudia Roth und Konsorten, diesen Terror am eigenen Leib zu spüren bekämen. Dann nehme ich meine Antidpressiva und dann geht es wieder für 12 Stunden ;-).


"Es ist ein Alarm-Ruf aus berufenem Mund: „Es gibt einen ganz klaren Zusammenhang zwischen Fundamentalismus, Terror und den Grundannahmen der islamischen Orthodoxie.“

Gesagt hat das der Islamgelehrte Yaha C. Staquf im Interview mit der „Frankfurter Allemeinen“ (FAZ). Staquf ist nicht irgendwer: Generalsekretär der größten Muslim-Organisation der Welt, der indonesischen „Nahdlatul Ulama“ (40 Mio. Mitglieder).

Und Staquf selbst eher konservativ schlägt Töne an, die in Deutschland nicht selten als Islam-Phobie abgetan werden. O-Ton Staquf: „Westliche Politiker sollten aufhören zu behaupten, Extremismus und Terrorismus hätten nichts mit dem Islam zu tun.“

Da ist die Diskussion um Islam und Terror zurück!

Staqufs Botschaft: Der orthodoxe Islam ist unvereinbar mit weltlich-westlichen Nationalstaaten! Der Gelehrte macht das an drei Kernpunkten fest „am Verhältnis von Muslimen“:

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► „zu Nichtmuslimen“,

► „zum Staat“,

► „zum Recht“.

Der Islam in dieser Auslegung stelle sich in Feindschaft zu Anders- oder Nichtgläubigen. Das „macht ein friedliches Zusammenleben in multikulturellen, multireligiösen Gesellschaften des 21. Jahrhunderts tendenziell unmöglich“, so Staquf.

Zustimmung kommt von namhaften deutschen Experten!

„Staqufs These ist richtig“, sagt Jan Ilhan Kizilhan (50), Kultur-Psychologe, Orientalist und Autor („Die Psychologie des IS“). Kizilhan, der u. a. Hunderte, von ISIS versklavte Jesidinnen betreut hat, zu BILD: „Köpfen, Foltern, Ermorden Andersgläubiger, wie es ISIS nun macht, ist nichts Neues: Juden, Jesiden und Christen mussten im Islam schon immer Kopfsteuern zahlen. Es gibt Hunderte Fatwas gegen Ungläubige, sogenannte Kuffars. Diese werden entmenschlicht, wer als Ungläubiger ausgemacht wird, ist rechtlos, hat kein Recht zu leben. Auf dieser Tradition, dieser Koran-Auslegung, fußt der Terror.“

Auch der Islam-Forscher und Psychologe Achmad Mansour (41, Uni Köln) ist sich sicher: „Der Terror hängt definitiv mit der Art und Weise zusammen, wie der Glaube in vielen muslimischen Gesellschaften gelebt und ausgelegt wird.“

Mansour zu BILD: „Die Verachtung für Andersgläubige, die Konzentration auf das Jenseits bei Verachtung für das Diesseits, das Schaffen von Feind- und Opferrollen sowie der Wahrheitsanspruch für den Islam das alles macht es den Radikalen so einfach. ISIS hat das alles nicht erfunden.“

Harry Harun Behr (55), Islam-Professor an der Uni Frankfurt, zu BILD: „Keine Frage: Wir brauchen eine kritikfähige islamische Theologie.“ Der Islam müsse sich dem Terror-Problem stellen.

Muslimen-Führer Staquf mahnt auch den Westen: „Ein Problem, das geleugnet wird, kann nicht gelöst werden.“

Ist Staquf jetzt auch ein Nazi?

Quelle: Bild Zeitung vom 21.07.2017
http://www.bild.de/politik/ausland/islam/das-hat-der-islam-mit-terror-zu-tun-52934302.bild.html
24.08.2017, 13.04 Uhr
Leser X | tannhäuse, da haben sie vollkommen Recht...
... ich erlebe regelmäßig am Pausentisch versteckte Versuche religiöser Eiferer, anderen ihre krude Denke näherzubringen. Besonders eifrig: Freikirchen und/oder Sekten. Davon haben wir auch in NDH so einige.

Für Freidenker immer wieder beleidigend. Rumtrampeln auf atheistischen Gefühlen.
24.08.2017, 14.00 Uhr
Paulinchen | Also doch...
..."Deutschland schafft sich ab" , "wir schaffen das". Dann haben wir ja bald ein neues Nationalitätskennzeichen an unseren Autos: "GBL" für Globales Buntes Land ;-)
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Anmerk. d. Red.: Die Diskussion ist beendet.
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