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Sa, 19:25 Uhr
12.08.2017
Urlaubsinsel zwischen Tourismus, Natur und Tradition

Gran Canaria

Die Kanaren sind hoch im Kurs, die Tourismusbranche boomt. Seit dem Jahr 2015 verzeichnet die Inselgruppe Rekordzahlen. Aufgrund des ganzjährlich milden Klimas und der landschaftlichen Schönheit zieht es viele Touristen hierher. Die drittgrößte Insel des Archipels, Gran Canaria, verzeichnete 2016 rund 3,7 Millionen Touristen...

Urlaubsinsel zwischen Tourismus, Natur und Tradition (Foto: adamkontor/pixabay.com)

Damit ist sie nach Teneriffa die Kanareninsel mit dem größten Tourismusaufkommen. Sie ist bekannt für die langen Sandstrände, die imposante Dünenlandschaft und das Nachtleben. Urlaub auf Gran Canaria heißt also Relaxen am Hotelpool, Sonnenbaden am Strand und die Nächte durchtanzen in Maspalomas. Richtig? Kann, muss aber nicht.

Badeurlaub oder Pauschalreise nach Gran Canaria, das ist nach wie vor ein Dauerbrenner und sehr beliebt. Doch auch Aktivurlauber, Ruhesuchende und Individualtouristen können auf der Insel Ihr Urlaubsglück finden.

Obwohl Gran Canaria nur über Fläche von rund 1500 Quadratkilometer verfügt, ist sie in 14 Mini-Klimazonen aufgeteilt. Dies bewirkt nicht nur Temperaturunterschiede von Süden nach Norden, sondern auch Veränderungen der Vegetation, der Flora und Fauna. Nicht ohne Grund wird Gran Canaria oftmals auch „der kleine Kontinent“ genannt.

Der Inselsüden ist sehr heiß und trocken, die Landschaft erinnert an eine Wüste. Speziell die Sandmassen der weltbekannten Wanderdünen in Maspalomas verstärken diesen Eindruck. Der Süden Gran Canarias kennt kaum einen Winter: Die Temperaturen hier sinken selbst im Winter selten unter 18 Grad. Daher ist diese Region bei Touristen besonders beliebt. Etwas abseits vom Zentrum Maspalomas befinden sich auch sehr schöne, etwas ruhigere Urlaubsorte wie Puerto Rico im Südwesten oder Bahía Feliz im Südosten. Hier gibt es auch für Individualtouristen eine Vielzahl an schönen Ferienwohnungen und Ferienhäusern auf Gran Canaria.

Mehr als Sommer, Sonne und Strand

Kehrt man den Touristenzentren im Süden den Rücken, entdeckt man traumhafte Landschaften und dichte Natur im Landesinnern. Der Nationalpark Pilancones ist eine der ältesten Regionen der Insel und lädt zum Wandern durch dichte Kiefernwälder und tiefe Schluchten ein. Letztere tragen maßgeblich zur Wasserversorgung der Umgebung bei. Im Landschaftspark Inagua kann man mit etwas Glück einige bedrohte, heimische Vogelarten bestaunen.

Der Westen Gran Canarias ist geprägt durch imposante Steilküsten, Grashügellandschaften, Ursprünglichkeit und einsame Schönheit. Hier befinden sich kaum Siedlungen und Orte, dafür aber eine Reihe an eindrucksvollen Ausblicken und Bildern, die sich einem bei der Fahrt auf der GC-200 bieten. Von Mogán nach Agaete fährt es sich rund eineinhalb Stunden (mit Foto-Stopps etwas länger) in denen man sich fühlt, als wäre man allein auf der Insel.

Tradition und Kultur im Inselnorden

Je weiter nördlich man sich befindet, desto grüner, kühler und feuchter wird die Umgebung. Daher entdeckt man hier auch eine gänzlich andere Vegetation als im wüstenähnlichen Süden. Ein Highlight ist beispielsweise der Lorbeerwald „Los Tilos de Moya“, der letzte Rest des ursprünglichen Regenwaldes, der einst die Insel bedeckte. Im Norden kann man hübsche Ortschaften besuchen, die bis heute ihren ursprünglichen, dörflichen Charakter bewahren. So lernt man in Gáldar einiges über Malerei und Kunst und in Firgas kann man über den Paseo de Gran Canaria spazieren. Auf der hübschen Promenade hat man in Keramikbänken mithilfe von aufwändiger Kachelkunst die Teile der Insel dargestellt.

Im Nordosten befindet sich die Inselhauptstadt Las Palmas, der man definitiv auch einen Besuch abstatten sollte. Neben seltenem Großstadtfeeling sind der große Atlantikhafen, die zahlreichen Museen, der Botanische Garten und der Naturpark Bandama einen Besuch wert. Für Wasserratten gibt es hier auch einige tolle Strände wie die Playa de las Canteras. Wie man sieht: Ob Städtetrip, Badeurlaub, Wanderreise oder Backpacking, auf Gran Canaria wird jeder Urlauber fündig.

Bildquelle: adamkontor/pixabay.com
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